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Kabarett mit Mathias Tretter und die „Distel“

Von Diktaturen und Lobbyisten

Telgte

Auch Freunde es Kabaretts kommen jetzt wieder auf ihre Kosten. Mathias Tretter und die „Distel“ holen ihre wegen Corona abgesagten Auftritte nach.

Von und

Während sich die drei von der „Distel“ Foto: Stadt Telgte

Das kann ja heiter werden: Nach langer Zwangspause gibt es im März wieder Kabarett. Mathias Tretter und die „Distel“ kommen im März ins Bürgerhaus nach Telgte.

Der Kabarettist Mathias Tretter wird am 5. März (Samstag) mit seinem neuen Programm „Sittenstrolch“ im Bürgerhaus auftreten. Der eigentliche Ursprungstermin liegt fast zwei Jahre zurück, er musste wegen Corona verschoben werden. Auch die bekannte Kabaretttruppe „Distel“ wird mit etwa einem Jahr Verspätung schon bald erwartet: Am 16. März (Mittwoch) bringen die politischen Satiriker ihr Programm „Nachts im Bundestag“ auf die Telgter Bühne. Beide Abende versprechen dem Publikum laut einer Ankündigung der Veranstalter „feinstes Kabarett“. Es gibt noch Karten.

Moral und Sitte

Die Bedenkenträger sind unter uns: In Tretters siebten Solo-Programm geht es um Moral und Sitte. „Was in China die Diktatur erledigt, übernimmt hier der Mob. Dort digitale Aufrüstung, hier Entrüstung“, heißt es in der Beschreibung des Programmes. Tretter selbst sagt dazu: „Ich war immer neidisch auf Komiker in Diktaturen – wenn jeder Witz dein letzter sein kann, fühlst du dich gebraucht.“

So weit sei es zwar bei uns noch nicht, aber die schiere Anzahl ehrenamtlicher Bedenkenträger, die wir schon haben, zeige doch: „Selten war ein Strolch so notwendig wie heute!“

Skurrile Bundestagsstory

Und dann zur „Distel“: Zusammen mit der spitzzüngigen Kabarettistin Nancy Spiller und dem schelmisch agierenden Sebastian Wirnitzer wirft sich das „Distel“-Urgestein Stefan Martin Müller in eine skurrile Bundestagsstory, die im nächtlichen Hinterzimmer spielt: Eine junge Berlinerin und ein Thüringer aus einer Bundestagsbesuchsgruppe haben angesichts des großen Einflusses von Lobbyisten im Hohen Haus Rot gesehen und kurzerhand einen unbedeutenden CDU-Hinterbänkler entführt. Was folgt ist ein heiteres, gesamtdeutsches Pointen-Event. Denn die Drei debattieren und singen über den Zustand der Republik und deutscher Befindlichkeiten, zwischen Klimakatastrophe, Bildungsnotstand und der Frage, warum es in Deutschland überall nur noch Kaffee to go gibt – aber draußen keine Kännchen mehr. Musikalisch begleitet werden sie von Friedemann Matzeit an verschiedenen Instrumenten und Guido Raschke am Klavier.

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