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Anfängerkurs in Telgter Skatepark

Von Ollies, Kickflips und weiteren Tricks

Telgte

Es braucht schon etwas Mut – vor allem aber sehr viel Übung, um sch auf dem Skateboard zu halten. Das lernten nun die jungen Teilnehmer eines zweitägigen Projekts im Skatepark.

Von Marie Molkenbur

Die jungen Skateboarder mit ihren engagierten Trainern Foto: Marie Molkenbur

Den ganz großen Sprung wagen, den sogenannten „Ollie“, ist wohl der ehrgeizige Traum eines jeden Skateboardanfängers. Nun wurde er für 15 Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren wahr. Bei dem Anfängerkurs, den sie im Telgter Skatepark an zwei Tagen von jeweils 10 bis 15 Uhr besuchten, lernten sie aber auch, dass noch viel mehr zum Skaten gehört, als sich auf das Board zu stellen und einfach loszufahren.

Unter Anleitung des Kursorganisators Jens Micke und den beiden jungen Trainern Anton Sportek und Umut Yilgenci begann das Programm mit einem ersten theoretischen Teil. Den gespannten Zuhörern erläuterten sie Geschichte und Aufbau des Skateboards sowie die Sicherheitsausrüstung der Fahrer.

Bevor der praktische Teil dann richtig losging, übten die jungen Skater das richtige Hinfallen und auf Skateboards mit abmontierten Rollen auch die richtige Haltung. Anschließend wagten sie sich an die ersten Tricks wie den „Ollie“ und probierten die neuen Parcourselemente des Skateparks aus, wie zum Beispiel die große Rampe.

Abwechslung in den Sommerferien

Für die meisten Kinder war dies der Höhepunkt des Kurses. Es sei toll, dass die Trainer ihnen direkt so viel zutrauten. Das habe er gar nicht erwartet, lobte Joost Grothues. Der Kurs brachte für viele der jungen Teilnehmer eine willkommene Abwechslung in den Sommerferien. Denn Zuhause, so sagten einige, gebe es sonst einfach nichts zu tun. Auch vielen Eltern, die kurz vor Ferienende bereits wieder arbeiten mussten, kam das kostengünstige Betreuungsangebot entgegen, meinte der Organisator Jens Micke.

Einen weiteren Grund für die unerwartet hohen Anmeldezahlen sah er darin, dass es bisher kaum Kurse im Bereich des Skatesports gab.

Auch Anton Sportek, der mit seinem Freund Umut Yilgenci die Gruppe trainierte, hatte sich das Skateboardfahren selbst beigebracht. Er war begeistert von den Fortschritten seiner Schüler. „So schnell habe ich das damals nicht gelernt“, war er überzeugt. Zu dem Erfolg beigetragen habe auch die Tatsache, dass der Platz jüngst saniert wurde, was ihn besonders für Anfänger nutzerfreundlich mache.

Das Ziel der Kurs-Verantwortlichen war es, die jungen Skater zu ermutigen, neue Tricks auszuprobieren und voller Selbstvertrauen auch alleine auf dem Skateplatz zu trainieren. Durch das erfolgreiche Training und dadurch, dass die Kinder in ihren Trainern nun bereits erste Ansprechpartner gewonnen haben, glauben die Initiatoren, diese Ziele letztlich auch erreicht zu haben.

Das Team des Skate-Projekts freut sich auf jeden Fall über die gute Resonanz seines Angebots und das positive Feedback der jungen Teilnehmer, das die Überlegung anstößt, in Zukunft sogar einen weiteren Kurs anzubieten.

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