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Hufeklappern soll wieder erschallen

Vorbereitungen für Kutschenwallfahrt am 26. Mai sind angelaufen

Telgte

Die Wallfahrtsstadt soll an Christi Himmelfahrtstag (26. Mai) wieder zu einem Mekka für viele Pferdefreunde und Kutschenfans werden: Dann soll nämlich nach einer zweijährigen Zwangspause wieder eine Kutschenwallfahrt stattfinden.

Von Bernd Pohlkamp

So bunt wünscht man sich auch am 26. Mai die 33. Telgter Kutschen-Wallfahrt. Die Vorbereitungen dafür laufen derzeit auf Hochtouren, denn Stadt, Kirchengemeinde und Reiterverein gehen davon aus, dass die Pandemielage eine Durchführung zulässt. Foto: Bernd Pohlkamp

Die Wallfahrtsstadt soll an Christi Himmelfahrtstag (26. Mai) wieder zu einem Mekka für viele Pferdefreunde und Kutschenfans werden: Das jedenfalls wünscht sich die Veranstaltergemeinschaft bestehend aus der Kirchengemeinde St. Marien, dem Reiterverein Gustav Rau Westbevern und der Stadt. Denn nach zwei coronabedingten Absagen und somit einer dreijährigen Pause wünschen sich die Initiatoren nichts sehnlicher als einen Neustart.

Doch die Verunsicherung ist weiter groß: „Wie entwickelt sich die Pandemie, wie groß ist das Interesse bei den Kutschenwallfahrern noch, die vorwiegend aus dem privaten Bereich kommen?“, fragt sich Mitorganisator Hermann-Josef Schulze Hobbeling. Denn in der Pandemiezeit hätten viele Kutschenfahrer aufgehört, ob es Nachwuchs gebe und wie sich dieser für die Wallfahrt begeistern lasse, wisse man (noch) nicht.

Stadt, Kirchengemeinde und Reiterverein sind trotzdem optimistisch: Diese Veranstaltung soll an alte Erfolge anknüpfen. Darum werde man im Vorfeld mit Vereinen und ehemaligen Kutschenfahrern sprechen und möglichst viele reaktivieren. Propst Dr. Michael Langenfeld, Gabi Wilken von der Stadttouristik und Hermann-Josef Schulze Hobbeling vom Reiterverein Gustav Rau Westbevern sind guter Dinge. Sie zeigen sich zuversichtlich, dass es am 26. Mai zu einem Wiedersehen mit zahlreichen bunt geschmückten Kutschen wie Landauer, Wagonetten, Gigs, Federwagen und Münsterländer Jagdwagen kommt. Natürlich sind nicht nur die Gespanne eine Augenweide, auch die Vierbeiner wie Friesen, Isländer, Fjordpferde, Haflinger oder Mini-Pferde sollen wieder in großer Zahl in Telgte zu sehen sein.

Ob der Reiterhof Schulze Hobbeling erneut Treffpunkt und Übernachtungsstation vieler Kutschenwallfahrer wird, hängt vom weiteren Verlauf der Coronazahlen ab.

Bei einer ersten Zusammenkunft der Organisatoren wurde bereits das Programm festgelegt, das sich im Wesentlichen am Bewährten anlehnt.

Um 11.30 Uhr findet auf der Planwiese ein Gottesdienst statt. Nach einer Mittagspause haben die Besucher Gelegenheit, Kutschen und Pferde bei einem Rundgang zu bestaunen. Danach werden die Kutschen bei einer Vorbeifahrt vor der Tribüne von Hermann-Josef Schulze Hobbeling einzeln vorgestellt. Die drei schönsten Exemplare werden von einer Fachjury prämiert.

Am Nachmittag schlängelt sich der Kutschenkorso dann – etwas früher als sonst – durch die historische Altstadt. Der genaue Weg wird noch abgestimmt und rechtzeitig bekannt gegeben.

„Der Anblick der Kutschen und das Klappern der Hufe sind wesentliche emotionale Momente dieser Traditionsveranstaltung, die 1988 zum 750. Geburtstag der Stadt Telgte ihre Premiere feierte“, freuen sich die Organisatoren darauf, das Ereignis endlich wieder ausrichten zu können.

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