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Rotkreuzler sind auch in Corona-Zeiten nicht untätig

Weiterbildung per E-Learning

Telgte/Ostbevern

Veranstaltungen werden vom DRK in diesen Tagen nicht besetzt werden. Die Zeit nutzen die Mitglieder, um sich per E-Learning weiterzubilden.

wn

Die Sanitäter des DRK nutzen das sogenannte E-Learning, also die Möglichkeit sich zu Hause, am Computer weiterzubilden. Foto: DRK

Normalerweise haben die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz in Telgte und Ostbevern in den Sommermonaten alle Hände voll zu tun, denn man sieht sie auf nahezu allen Großveranstaltungen in der Umgebung in ihrer Dienstuniform. Normalerweise. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Es sind keine Dienste zu besetzen, doch untätig sind die Sanis vom DRK nicht. Seit ein paar Wochen nutzen sie das sogenannte E-Learning, also die Möglichkeit sich zu Hause, am Computer weiterzubilden.

Alle Großveranstaltungen sind aufgrund des Kontaktverbotes abgesagt. Und somit gibt es auch im Moment keine Sanitätswachdienste zu besetzen. Auch die regelmäßigen Dienstabende, an denen Termine besprochen werden und Fortbildung für die aktiven Rotkreuzler angeboten werden, fallen schon seit einigen Wochen aus.

Ganz untätig sind die Rotkreuzler aus Telgte und Ostbevern jedoch nicht. Schon kurz nachdem das Kontaktverbot ausgesprochen wurde, machten sie sich Gedanken um den Kontakt mit den Kollegen zu halten und sie mit Infos rund um das Rote Kreuz und Fortbildungsthemen zu versorgen. Was liegt näher als das Internet zu nutzen, und so kam schnell der Gedanke auf, eine E-Learning-Gruppe einzurichten, erinnert sich Christian Gerlach, Rotkreuzleiter aus Ostbevern.

Alle Helfer bekommen ein ausgearbeitetes Dokument oder eine Präsentation zum Selberlernen.

Referenten können ihre Präsentationen an eine spezielle E-Mailadresse schicken, die dann automatisch die Verteilung vornimmt. Die Sanitäter können anschließend selbst entscheiden, ob sie das Thema bearbeiten und wann sie es bearbeiten. Eine Kontrolle der Erfolge gebe es nicht, hieß es von den Rotkreuzleitungen beider Ortsvereine. Hier würde der Rotkreuz-Grundsatz „Freiwilligkeit“ gelten.

Von durchaus positiven Rückmeldungen konnte der Telgter Rotkreuzleiter Sascha Ranft berichten: „Die Kollegen, mit denen ich sprechen konnte, waren begeistert von dem Angebot und auch von den Themen, die bereits verschickt wurden. Er überlegt weiter, auch die Rettungsdienst-Fortbildung in diesem Jahr in dieser Art anzubieten.

Insgesamt 55 Rotkreuzhelfer aus beiden Orten beteiligen sich an dem Selbststudium, um fit zu bleiben und für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Mittlerweile gibt es auch schon eine kleine Sammlung von Dokumenten zu den verschiedensten Themen. „Wir werden in den nächsten Wochen weitermachen“, sind sich die Rotkreuzleiter aus Ostbevern und Telgte einig und Christian Gerlach verrät schon jetzt sein neues Projekt: „Als weiteren Schritt werden wir unsere 14-tägigen Dienstabende als Online-Videokonferenz gestalten. Hierzu wird der Referent seine Präsentation online halten, und die Zuhörer haben die Möglichkeit Fragen als Chat zu stellen.“

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