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Tansania-Initiativ-Gruppe bittet um Unterstützung

Wettlauf gegen die Zeit

Telgte

Die Tansania-Gruppe musste auf viele Aktionen verzichten. Die Einnahmen fehlen nun bei der Unterstützung der tansanischen Projektpartner. Deswegen bitten die Mitglieder um Hilfe.

Ein Bild, das etwas Hoffnung weckt auf den Erfolg der Impfkampagne von Foto: privat

Wahrscheinlich ist es vielen Telgter Marktbesuchern aufgefallen, dass die Tansania-Initiativ-Gruppe auch in diesem Jahr nicht auf der Kirmes präsent war. Schweren Herzens hatte sich die Gruppe bereits im Juli aus Sorge um das Wohlergehen aller entschieden, ihre Tansania-Bude nicht aufzubauen.

Für die Mitglieder der Tansania-Gruppe bedeutet das, dass sie auf vieles verzichten mussten, was ihnen lieb und wichtig ist und ihrer Philosophie, die Einnahmen durch eigene Arbeit zu erwirtschaften, gerecht wird. Genau diese Einnahmen, die von den tansanischen Projektpartnern als verlässliche Unterstützung fest eingeplant sind, fehlen jetzt natürlich sehr für die verantwortungsbewusste Umsetzung der Hygiene-Vorgaben, auf deren gewissenhafte Einhaltung sowohl im „Mwemage Health Centre“ als auch in der „Hekima Secondary School“ besonders viel Wert gelegt wird.

Kehrtwende in der Corona-Politik

Die aktuelle Corona-Lage in Tansania zu bewerten, ist nicht leicht. Verlautbarungen internationaler Agenturen zufolge zeigt sich in Tansania nach dem umstrittenen Krisenmanagement des im März dieses Jahres – möglicherweise an Corona – verstorbenen Präsidenten John Magufuli nun eine Kehrtwende in der Corona-Politik. Magufuli hatte die Existenz von Covid-19 in seinem Land geleugnet, Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus für unnötig gehalten, die Vakzine verteufelt, das Land für „Covid-19-frei“ erklärt und keine Neuinfektionszahlen veröffentlicht.

Suluhu Hassan hingegen, Tansanias neue Präsidentin, wirbt dafür, sich impfen zu lassen, und hat dies selber inzwischen auch getan. Doch die Corona-Politik ihres Vorgängers erweist sich als schweres Erbe für ihre Impfkampagne. Nach wie vor sind die Impfbereitschaft gering und die Impfängste groß. Und sie sind wohl der wesentliche Grund dafür, dass bis zum 28. August 2021 erst 305 000 Tansanier geimpft waren, das entspricht nur 0,4 Prozent der Bevölkerung des Landes.

Niedriges Impftempo

Aktuell kommen durchschnittlich 15 000 Menschen pro Tag dazu. Bei diesem Impftempo würde es allerdings noch bis Oktober 2023 dauern, bis das von der Regierung vorgegebene Minimalziel einer Impfquote von 20 Prozent erreicht ist. Und erst im Jahr 2027 würde Tansania bei gleichbleibendem Impftempo eine Impfquote von 60 Prozent erreichen. Da wegen der niedrigen Impfquote auch die Entstehung neuer gefährlicher Mutationen droht, erweist sich der Kampf gegen das Virus als Wettlauf gegen die Zeit.

Dieses niedrige Impftempo hat zur Folge, dass alle anderen Maßnahmen, die die Übertragung von Covid-19 erschweren, um so wichtiger sind. Logischerweise sind diese mit Kosten verbunden, die von den beiden Einrichtungen nicht aufzubringen sind.

Spendenkonto eingerichtet

Deswegen möchte die Tansania-Initiativ-Gruppe das Mwemage-Krankenhaus und die Hekima-Schule gerade in dieser schwierigen Zeit nicht im Stich lassen, sondern wirkungsvoll unterstützen. Sie ist dabei aber auf Mithilfe angewiesen. Alle, die der Gruppe dabei helfen möchten, können dies tun in Form einer Spende auf das Konto mit der IBAN: DE 16 4005 0150 0060 5722 94 (Kontoinhaber: Kath. Kirchengemeinde St. Marien, Stichwort: Tansania).

Bei einer Spende von bis zu 200 Euro wird der Überweisungsbeleg vom Finanzamt als Spendenquittung anerkannt. Wer dennoch eine Spendenquittung haben möchte, wird gebeten, die gesamte Adresse auf dem Überweisungsträger anzugeben.

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