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Musikzug Westbevern-Dorf hat keine Proben und Auftritte

Wie im Dornröschenschlaf

Westbevern

uch die Aktiven des Musikzuges Westbevern-Dorf müssen sich weiter aufgrund der Corona-Pandemie in Geduld üben. Die ausgefallenen Auftritte bei Schützenfesten und Umzügen führten auch zu finanziellen Einbußen.

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Auch die Aktiven des Musikzuges Westbevern-Dorf müssen sich weiter aufgrund der Corona-Pandemie in Geduld üben. Die ausgefallenen Auftritte bei Schützenfesten und Umzügen führten auch zu finanziellen Einbußen. Foto: Niemann

„Die Instrumente sind still“, sagt Ludger Tepper. Der Vorsitzende des Musikzuges Westbevern-Dorf bezieht das allerdings nicht nur auf die nun begonnene Urlaubs- und Ferienzeit, in der einige Aktive nicht anwesend sind. „Mit halber Mannschaft zu proben bringt uns nicht weiter. Ich denke, dass wir Anfang August wieder in den Probenbetrieb einsteigen, unter Einhaltung bestehender Corona-Vorgaben“, sagt er.

Für die rund 20 Aktiven, die den Hauptzug bilden, und die, die sich in der Ausbildung befinden, waren die vergangenen Wochen und Monate von einem Stillstand durch die Pandemie geprägt. Zwar sind Trompete, Flöte, Saxofon, Klarinette, Tuba, Posaune und alle anderen Instrumente gut in Schuss. Sie zu bedienen, daran werden sich die Musiker nach der langen Pause aber erst wieder gewöhnen müssen. „Das geht aber relativ schnell bei den Blasinstrumenten“, berichtet Tepper. Den Musikzug sieht der Vorsitzende trotzdem gut aufgestellt. Zum Stamm gesellen sich zwei Aktive, die ihre Ausbildung an Flöte und Trompete absolvieren. Mit Dirigent Jürgen Schäfer, Ludger Tepper (Trompete) und Helena Minnebusch (Flöte) sowie weiteren erfahrenen Musikern verfügt der Musikzug über etliche qualifizierte Ausbilder.

Was gemeinsame Auftritte bei Veranstaltungen angeht, da muss sich auch der Musikzug Westbevern-Dorf noch gedulden, schließlich sind alle Großveranstaltungen bis Ende August untersagt. Seit Beginn der Corona-Pandemie musste die Gruppe viele Absagen von Veranstaltungen hinnehmen, bei denen die Musiker eigentlich hätten aufspielen sollen. 30 Auftritte waren es in 2019. 2020 werden es nur die Hälfte sein, wenn nicht gar noch weniger. „Schön wäre es, wenn wir in diesem Jahr noch Auftritte hätten“, so Tepper. Dass fehlende Auftritte auch finanzielle Einbußen bedeuten, spürt man auch beim Musikzug. „Wir müssen auf Rücklagen zurückgreifen. Ein Jahr hält man eine Durststrecke aus.“

Der Vorsitzende ist froh, dass man mit Instrumenten gut ausgestattet ist. Der Musikzug stellt den Neulingen ein Instrument zur Verfügung, damit sie das musikalische ABC erlernen können. Im Zeitraum von August bis Dezember ist neben Auftritten bei Veranstaltungen – sofern sie denn stattfinden – für die Musiker auch ein Probentag vorgesehen, in dessen Mittelpunkt die Vorbereitung für das Mitwirken beim Konzert „Weihnachten für alle“ am 20. Dezember steht.

Mit einer internen Zusammenkunft soll die Gemeinschaft gefördert werden. Das Ausbildungsteam und die Aktiven stehen in den Startlöchern, um ihrem lieb gewonnenen Hobby wieder in vollem Umfang nachgehen zu können. Wann das sein wird, bleibt abzuwarten. „Die Gesundheit geht vor. Wir müssen uns den Gegebenheiten, die Corona mit sich bringt, stellen. Wir würden uns aber auch freuen, wenn wir wieder in gewohnter Form proben und Auftritten nachgehen können“, sagt Ludger Tepper, der für alle Interessierten unter  0 25 32/55 99 Rede und Antwort steht, wenn es um Fragen geht.

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