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Rätetreffen der „Stadtregion Münster“: Mehrheit sieht gemeinsames Handeln als unverzichtbar an

„Wir sind eine Wachstumsregion“

Telgte

Bürgermeister Wolfgang Pieper und weitere politische Vertreter aus Telgte nahmen am zweiten Rätetreffen der Stadtregion Münster teil.

Von und

Wolfgang Pieper (Bürgermeister Telgte), Thomas Stohldreier (Bürgermeister Ascheberg), Robin Denstorff (Stadtbaurat Münster) und Dr. Petra Beckefeld (Technische Direktorin Landesbetrieb Straßen NRW) Foto: privat

Rund 160 Teilnehmende zählte das zweite Rätetreffen der „Stadtregion Münster“, das nun im LWL-Museum für Kunst und Kultur am Münsteraner Domplatz stattgefunden hat. Das Rätetreffen ist das größte Format in der stadtregionalen Zusammenarbeit, in diesem Jahr konfiguriert als „Sommerfest Stadtregion“. Dabei habe im Fokus gestanden, eine Zwischenbilanz zu ziehen und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen, so Everswinkels Bürgermeister Sebastian Seidel, Sprecher der Stadtregion, in seiner Begrüßung.

Die Bürgermeister Carsten Grawunder, Wolfgang Pieper und Sebastian Täger verwiesen in ihren Rückblicken auf die Wandlung zu einer Stadtregion, die längst die Unverbindlichkeit früherer Jahre abgelegt habe. Die Stadtregion sei zugleich Lebens- und Kultur- sowie Verflechtungsraum mit der Überzeugung, dass gemeinsames Denken und Handeln für die Kommunen unverzichtbar sei. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe brachte es auf den Punkt, indem er sagte, dass die Aufgabe der Kommunen sei, die Lebensqualität für die Menschen zu schaffen und zu erhalten.

Die Mehrheit der Teilnehmenden sieht in der Zusammenarbeit ein unverzichtbares kommunalpolitisches Handlungsfeld, das materiell und personell einer Unterstützung bedarf. Die Schwerpunkte der stadtregionalen Zusammenarbeit liegen im Bereich Wohnen und Mobilität, die eng verzahnt seien. „Wir sind eine Wachstumsregion. In der Stadtregion wohnen rund 500 000 Menschen. Von 2010 bis 2020 hatten wir ein Wachstum von neun Prozent. Bei den Beschäftigten war es ein Wachstum von 25 Prozent. Und die Verflechtungen wachsen ebenso. Die Zahl der innerregionalen Berufspendler ist um 17 Prozent gestiegen“, so Everswinkels Bürgermeister Sebastian Seidel. Ebenso sei die ambitionierte Velorouteninitiative das Wesentliche und beispielhafte Rückgrat für die kommunalen Radnetzplanungen der zwölf Kommunen. Die Velorouten zählen laut Mitteilung zur gemeinsamen DNA, die die Stadtregion auch mit dem Münsterland verbindet.

Die Diskussion zur Umsetzung der stadtregionalen Agenda Wohnen verdeutlichte die außerordentlichen kommunalen Herausforderungen. Es braucht laut Mitteilung starke Kommunen mit Einfluss auf den Boden- und Wohnungsmarkt. Die Innen- und Baugebietsentwicklung wird sich zusehends an weitreichenden ökologischen, umwelt-, klima- und energiepolitischen und sozialen Ansprüchen messen müssen. Knapp die Hälfte der Teilnehmenden befürwortet hierzu die Umsetzung insgesamt höherer Dichten in den Baulandentwicklungen der Stadtregion. 46 Prozent unterstützen dieses Ziel überwiegend. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, sei es zu Eigentumsbildung oder zur Miete, bedarf einer Unterstützung durch die Kommunen.

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