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Kontakteinschränkungen und Verhaltensregeln weitgehend befolgt

„Wirklich gut eingehalten“

Telgte

Die Kontakteinschränkungen und die Verhaltensregeln zur Vermeidung einer weiteren, schnelleren Ausbreitung des Corona-Virus durch die Menschen sind in Telgte nach Ansicht von Bürgermeister Wolfgang Pieper und des städtischen Ordnungsdienstes gut eingehalten worden.

Stefan Flockert

Gegen Mittag riss die Wolkendecke am Ostermontag auf. Trotzdem war der Marktplatz gegen 13 Uhr wie leer gefegt. Foto: Stefan Flockert

Es kann natürlich daran gelegen haben, dass es am Ostermontag deutlich kühler war, dass der Telgter Marktplatz gegen 13 Uhr wie leer gefegt war. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich die Telgter an die Kontaktsperre hielten und doch eher zu Hause blieben oder aber allein oder zu zweit einen Spaziergang entlang der Ems oder durch den Dümmert-Park unternahmen.

Auch Bürgermeister Wolfgang Pieper war mit dem Verhalten der Bürger zufrieden. „Nach eigener Wahrnehmung und auch nach Einschätzungen unseres Ordnungsdienstes kann ich sagen, dass die Kontakteinschränkungen und die Verhaltensregeln zur Vermeidung einer weiteren, schnelleren Ausbreitung des Corona-Virus durch die Menschen in Telgte wirklich gut eingehalten wurden“, resümierte er. „Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, haben die Telgterinnen und Telgter sich relativ entspannt an die neue Situation gewöhnt, sind beim Einkaufen und in Warteschlangen überwiegend sehr rücksichtsvoll und umsichtig.“

„Über die Lockerungen, die derzeit im Gespräch sind“, so Pieper, „werden wir nicht auf der kommunalen Ebene zu entscheiden haben. Am Mittwoch werden sich die Bundesregierung und die Landesregierungen auf ein – hoffentlich einheitliches – Vorgehen verständigen, um bestimmte Bereiche des gesellschaftlichen Lebens schrittweise in Richtung Normalität zu führen.“ Wolfgang Pieper geht davon aus, dass diese Regelungen die Bereiche Kinderbetreuung und Schule betreffen werden, aber auch ein kontrollierter Wiederbeginn des wirtschaftlichen Lebens dürfte nach seiner Ansicht in Kürze bevorstehen.

Kommunal werde die Stadt dann die Vorgaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung umzusetzen haben. Dazu werde es am Mittwochmittag erneut eine Telefonkonferenz zwischen den 13 Bürgermeistern und dem Krisenstab des Kreises Warendorf geben. „Spätestens ab Mittwochabend oder Donnerstagmorgen werden wir dann Konkretes mitteilen können“, so Wolfgang Pieper.

Ein wichtiger Punkt ist für den Bürgermeister jetzt auch die finanzwirtschaftliche Situation der Kommunen selbst mit den kurz-, mittel- und langfristigen Folgewirkungen der Corona-Krise. Wegbrechende Erträge aus der Gewerbesteuer, aber auch aus den Anteilen der Städte und Gemeinden an der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer machten eine schnelle und deutliche finanzielle Unterstützung durch Bund und Land erforderlich sowie ein Aussetzen des normalen Regelwerkes der kommunalen Finanzwirtschaft. „Insofern wird uns auch ein geordneter Ausstieg aus dem Krisenmodus noch monate-, wenn nicht jahrelang beschäftigen“, mutmaßt Wolfgang Pieper.

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