Telgter Stadtverwaltung setzt Änderung der Beisetzungszeiten aus

Zeit zum Nachdenken

Telgte/Westbevern

Die Änderung der Beisetzungszeiten hatte hohe Wellen geschlagen. Jetzt wurde die Vorverlegung von der Telgter Stadtverwaltung bis Ende Oktober ausgesetzt. Alle Seiten wollen sich bis dahin gemeinsam auf die Suche nach einer konsensfähigen und praktikablen Lösung machen.

A. Große Hüttmann

Bis Ende Oktober werden Beisetzungen mit einer Messfeier in der Kirche wieder um 14 Uhr stattfinden. Das ist das Ergebnis eines Gespräches in der Stadtverwaltung. Bis dahin soll an einer trag- und konsensfähigen Neuregelung gearbeitet werden. Foto: Große Hüttmann

Die Luft ist aus dem strittigen Thema erst einmal heraus, und alle Beteiligten haben nun Zeit, nach einer konsensfähigen und praktikablen Lösung zu suchen: Auf diesen Nenner könnte man ein Gespräch in der Stadtverwaltung bringen, an dem Vertreter der katholischen Kirchengemeinde, der Stadtverwaltung, der Friedhofsgärtner und der Bestattungsunternehmen teilgenommen haben. Dabei ging es um die Änderung der Beisetzungszeiten in Zusammenhang mit einer Messe. Diese Bestattungszeiten hatte die Verwaltung vor kurzer Zeit von 14 auf 13 Uhr vorverlegt (WN berichteten).

Das hatte unter anderem bei den Seniorenmessdienern, die regelmäßig bei Trauerfeiern ihren Dienst versehen, einen Sturm der Entrüstung provoziert. Außerdem hatte die CDU-Fraktion einen Antrag für die nächste Sitzung des Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschusse gestellt, um das Ganze dort zum Thema zu machen.

Wie Fachbereichsleiter Thomas Riddermann nach dem Gespräch im Rathaus sagte, habe sich die Verwaltung dafür entschieden, die Neuregelung bis Ende Oktober auszusetzen. Sprich: Bis dahin gelten vorläufig wieder die alten Bestattungszeiten für katholische Gläubige. Das bedeutet, wenn eine Messfeier gewünscht ist, wird diese bis Ende Oktober wieder um 14 Uhr beginnen, erst danach erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof.

„Das Entscheidende für die Veränderung war seinerzeit ein Hinweis der Friedhofsgärtner“, sagt Thomas Riddermann, zuständiger Fachbereichsleiter in der Verwaltung. Denn gerade in den Wintermonaten hätten diese die Gräber oft nicht mehr bei Tageslicht verschließen können, sondern teils unter Scheinwerferlicht arbeiten müssen. Das sei arbeitsschutzrechtlich nicht erlaubt. Das Wiederherstellen des Grabes nach einer Beisetzung dauert nach Angaben der Friedhofsgärtner jeweils rund eine Stunde.

„Wir haben für Ende Oktober einen neuen Gesprächstermin vereinbart und hoffen, dann zu einem für alle Seiten zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen“, sagte Fachbereichsleiter Thomas Riddermann.

Betroffen von der Neuregelung waren nur katholische Bestattungen mit einer Messfeier. In der evangelischen Kirchengemeinde ist es nach Angaben von Pfarrerin Sabine Elbert generell so, dass Trauerfeiern im Zeitfenster zwischen 10 und 13 Uhr jeweils zur vollen Stunde stattfinden können.

Startseite