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Rat verabschiedet Richtlinie

Zuschuss zur Kleinsolaranlage

Telgte

Die Anschaffung von privaten Kleinsolaranlagen wird durch die Stadt Telgte gefördert. Der Rat verabschiedete eine dementsprechende Richtlinie.

Von Stefan Flockert

Auch Balkonmodule werden gefördert. Foto: IMAGO

Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Förderrichtlinie für Privatpersonen zur Anschaffung von Kleinsolaranlagen auf den Weg gebracht.

Gefördert wird der Erwerb von kleinen Photovoltaiksystemen, auch bezeichnet als Kleinsolaranlagen, Plug & Play-Solaranlagen oder Balkonmodule, mit einer maximalen Leistung bis 600 Wp. Der einmalige Zuschuss beträgt 25 Prozent der Gesamtkosten inklusive Mehrwertsteuer mit der Höchstgrenze von 200 Euro. Zur Unterstützung einkommensschwacher Antragsteller wird die Höchstgrenze in diesen Fällen um 30 Prozent angehoben. Maßgeblich dafür ist ein jährliches Familieneinkommen von bis zu 37 000 Euro brutto. Anträge können volljährige Privatpersonen stellen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung ihren Hauptwohnsitz in der Stadt Telgte haben. Es wird nur eine Kleinsolaranlage je Wohnung gefördert.

In der Präambel zur Richtlinie wird begründet, weshalb die Stadt die Anschaffung solcher Anlagen unterstützt: „Photovoltaikanlagen leisten einen aktiven und wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Der CO2-Ausstoß wird deutlich vermindert und durch den Einsatz von Sonnenenergie werden weitere Auswirkungen fossiler Brennstoffe, die Gesundheit und Lebensraum des Menschen gefährden, verringert.“ Durchschnittlich habe sich eine Photovoltaikanlage nach zwei Jahren energetisch amortisiert, das bedeutet, sie habe in dieser Zeit soviel Energie erzeugt, wie für ihre Herstellung aufgewendet werden musste. Kleinsolaranlagen böten auch Bewohnern von Wohnungen ohne zugeordnete oder nutzbare Dachflächen die Möglichkeit, Solarstrom zu gewinnen. Diese kleinen Photovoltaikanlagen bestehen meist aus zwei Solarpaneelen und können auch auf Terrassen, Balkonen oder Fassaden angebracht werden.

Die Stadt Telgte hat im Klimaschutzkonzept festgelegt, dass der Ausbau von Photovoltaik und Einsparung von Energie wichtige Kernpunkte in der Strategie zur Klimaneutralität im Jahr 2040 sein sollen. Durch das Förderprogramm werde ein finanzieller Anreiz geschaffen und den Bürgern zusätzlich die Möglichkeit geboten, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen.

20 000 Euro stellt die Stadt 2022 dafür zur Verfügung. Die ersten Anfragen lägen bereits vor, berichtete Bürgermeister Wolfgang Pieper.

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