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Grüne und SPD in Feierlaune, CDU zwiegespalten und FDP gut zufrieden

Zwischen Freud und Leid

Telgte

Grüne und SPD in Telgte hatten Grund zu feiern. Vor allem in den Briefwahlbezirken wurde am Sonntagabend lange ausgezählt, bevor die Endergebnisse vorlagen.

Von A. Große Hüttmann

Vor allem in den Briefwahlbezirken wurde sehr lange ausgezählt, bevor die Endergebnisse vorlagen. Foto: Andreas Große Hüttmann

Deutliche Verluste auf lokaler Ebene bei der CDU, nahezu eine Verdoppelung des Ergebnisses für die Grünen, Zuwächse bei der SPD sowie leichte Verluste bei der FDP: So könnte man – vereinfacht – die Bundestagswahl 2021 zusammenfassen. Entsprechend lagen Freud und Leid bei den Parteien dicht beieinander.

Marian Husmann und Katja Behrendt von den Grünen waren sich in ihrer Einschätzung einig: „Wir konnten im Bund und in Telgte die Ergebnisse verdoppeln, darüber freuen wir uns natürlich. Trotz dieser neuen Stärke haben wir uns von der Bundestagswahl mehr erhofft. Schaut man auf das Ergebnis im Bund, dann wird deutlich, dass am Klimaschutz und an den Grünen in der nächsten Regierung kaum ein Weg vorbeiführen wird.“

Freude und Enttäuschung sprachen zeitgleich aus den Worten von Christoph Boge (CDU): „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis von Henning Rehbaum, unseres Bundestagskandidaten. Das Ergebnis auf Bundesebene ist für die CDU aber enttäuschend.“ Und weiter: „Die nun anstehenden Koalitionsverhandlungen werden eine Herausforderung. Ein Lichtblick: Eine Koalition unter Beteiligung der radikalen Linken, die von SPD und Grünen nicht ausgeschlossen wurde, dürfte vom Tisch sein.“

„Ich freue mich über das tolle Ergebnis für die SPD im Bund. Ich gehe davon aus, dass Olaf Scholz eine Koalition bilden wird, die für einen Aufbruch in Deutschland steht. Ich bedanke mich bei den Bürgerinnen und Bürgern, die uns in Telgte zur zweitstärksten Kraft noch vor den Grünen gewählt haben“, betonte Klaus Resnischek (SPD) in einer ersten Stellungnahme.

Markus Tertilte (FDP) war ebenfalls gut zufrieden: „

Das zweite Mal in Folge ein zweistelliges Ergebnis ist ein toller Erfolg. Wir freuen uns, dass wir mit dem Freiheitsgedanken im Wahlkampf so positiv punkten konnten. Ein Korrektiv zu den anderen Fraktionen bringt Deutschland weiter, um ein Weiter so zu verhindern.“

Es dauerte am Sonntagabend erneut sehr lange, bis das vorläufige Endergebnis in Telgte feststand. Und das lag, genauso wie vor vier Jahren, wieder an den Briefwahlbezirken. Obwohl die Verwaltung deren Zahl von zwei auf fünf deutlich erhöht hatte, gab es wegen der hohen Briefwahlquote eine Menge auszuzählen. Und das kostete Zeit.

Während fast alle Kommunen im Kreis schon längst ausgezählt hatten, wurden im Rathaus noch fleißig Stimmzettel geordnet – bis ziemlich genau 23 Uhr dauerte das Ganze, dann konnte auch Telgte Vollzug melden.

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