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Gelungene Show-Kombination auf den Kulturwiesen

Ulk-Bauer trifft auf Spielmannszug

Alverskirchen

Passen die Musik eines Spielmannszuges mit dem deftigen Humor eines münsterländischen Comedy-Bauern zusammen? Und wie das passt! Zu erleben auf den Kulturwiesen in Alverskirchen. Dort zeigte der Spielmannszug Alverskirchen jetzt seine große stilistische Vielfalt und sein musikalisches Können. Bauer Heinrich Schulte Brömmelkamp unterhielt bestens, mit seinen Erzählungen und ganz einfach mit seinem Auftreten – seit Jahren ist er eine ganz eigene Marke made in Kattenvenne.

Von Marion Bulla

Bauer Heinrich Schulte Brömmelkamp zeigt, wo es langgeht im Leben Foto: Marion Bulla

„Wir sind so froh, dass wir unsere Uniformen wieder anziehen können. Ein Jahr hingen die im Schrank“, freut sich Tambourmajor Christian Averbeck, dass der Spielmannszug Alverskirchen wieder auf der Bühne stehen kann. Und dann noch auf den Kulturwiesen. Was für ein Glück! Sowohl für die Musiker, als auch für die Gäste. Darunter eine Vielzahl an Kindern.

Musikalische Reise

„Wir wollen euch zeigen, was wir so drauf haben“, bemerkt Averbeck. Gleich zu Beginn legt der Spielmannszug die Latte hoch. Er begibt sich auf eine kleine musikalische Reise. Zunächst mit der Europa-Hymne („Ode an die Freude“), dann mit der deutschen Nationalhymne und schließlich mit einem Lied, das speziell für Alverskirchen geschrieben wurde. Im Laufe der Auftritte wechselt der Spielmannszug mehrfach die musikalischen Stilrichtungen. Beim Samba gibt er ein besonderes Werk zum Besten, dass Henner Schumann ihnen einst zum Geburtstag geschenkt hätte. „Das Lied wird nur von uns gespielt“, betont Averbeck bevor es heißt: Der Bauer aus Kattenvenne kommt.

Bauer Heinrich Schulte Brömmelkamp ging mitten durch die Reihen Foto: Marion Bulla

Dieser wird von Averbeck als „sexiest Bauer alive“ angekündigt. Klar, dass Heinrich dies nicht unkommentiert lässt. „Schön, dass das mal jemand erkannt hat“, sagt er trocken und mischt sich gleich mal unters Volk.

„Ich suche immer gern den Kontakt zum Publikum“, gibt er unumwunden zu.

Thorsten und der Bauer

Der Bauer ist offensichtlich ziemlich neugierig. Er fragt sein Publikum regelrecht aus. Vor allem Thorsten hat es ihm angetan. Der feiert heute seinen 32. Geburtstag und bekommt ein Ständchen. Er sei DJ, erklärt Thorsten und Single. Das ist das Stichwort für den Bauern. „Hat jemand bei Tinder schon mal Beute gemacht?“, fragt er in die Menge und rät Thorsten, es doch dort mal zu probieren.

Für flotte Töne sorgte der Spielmannszug Alverskirchen Foto: Marion Bulla

Dann will der Komiker von seiner Gattin erzählen, die gerade den zweiten Frühling erlebt. „Godzilla ist rollig“, ruft er und zögert dann ob der Kinder im Publikum. „Ja, wie kriege ich das jetzt jugendfrei hin. Habt ihr schon mal was von den Bienchen und Blümchen gehört“, will er wissen. Das Thema habe er seinem Sohn vor einiger Zeit so erklärt: „Du bist das Kälbchen, Mama die Kuh und ich der Ochse. Der Bulle wohnt in Sendenhorst, den kennst du nicht“.

„Lacktose-Intoleranz“

Es folgen Geschichten von Lackbekleideten Damen, die ihm doch suspekt sind. „Die sehen aus, wie Lakritzstangen und ich habe sowieso eine Lacktose-Intoleranz“, klärt der Kattenvenner Bauer sein Publikum auf.

Der Spielmannszug Alverskirchen Foto: Marion Bulla

Aus seiner Schulzeit plaudert Heinrich Schulte-Brömmelkamp ebenso bereitwillig. „Ich habe die nicht, wie ihr, bloß einmal gemacht. Die Lehrerin, die ich in der 6. Klasse hatte, ist sogar mit mir eingeschult worden“, bemerkt er grinsend. Die Lacher hat der gewiefte (Comedy-)Bauer auch hier voll und ganz auf seiner Seite.

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