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Kritische Wasserstände im Kreisgebiet Warendorf

Viel zu wenig Regen – Wasserentnahme aus Flüssen reglementiert

Kreis Warendorf

Die Pegel in den Flüssen und Bächen sinken. Der Kreis Warendorf ruft nun zum Sparen auf. Eine Übersicht, wer Wasser nutzen darf.

Die Flüsse werden immer trockener. Foto: dpa

Trotz der vereinzelten Niederschläge in den letzten Wochen haben die hochsommerlichen Temperaturen kreisweit zu sinkenden Wasserständen in den Flüssen und Bächen geführt. Die maßgeblichen Pegel in Ems und Lippe sind erneut auf das Mittlere Niedrigwasser gefallen.

Schäden werden befürchtet

Sollten die Wasserstände bei ausbleibenden Regenfällen weiter zurückgehen, könnte dies zu erheblichen Schäden für Pflanzen und Tiere bis hin zum Fischsterben führen.

Daher bittet die Untere Wasserbehörde des Kreises gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband darum, die – grundsätzlich erlaubnisfreie – Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen für die Garten- und Rasenbewässerung oder für den sonstigen „Gemeingebrauch“ zu unterlassen.

„Wir bitten auch alle Erlaubnisinhaber zur Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern, die Entnahmemenge auf ein Minimum zu reduzieren und effizient einzusetzen“, so Kreisumweltdezernent Dr. Herbert Bleicher. „Sollte sich die Lage in den nächsten Wochen nicht bessern, müssen die Entnahmen ganz eingestellt werden“, ergänzt André Hackelbusch, Leiter des Kreisumweltamtes.

Grundwasserstände gefallen

Auch die Grundwasserstände sind an einigen Stellen im Kreisgebiet gefallen. Da die Wintermonate der letzten Jahre relativ trocken waren, konnte sich nicht genügend Grundwasser neubilden. Durch Entnahmen verschärft sich die Situation zusätzlich. „Für die Entnahme von Grundwasser zur Beregnung landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Kulturen wie z. B. Spargel, Kartoffeln oder Gemüse ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich“, erläutert Ulrich Bultmann, Kreisgeschäftsführer der Landwirtschaftskammer NRW.

Die hierfür notwendigen Anträge müssen bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises werden. Da es sich immer um Einzelfallentscheidungen handelt, ist es sinnvoll, sich im Vorfeld mit der Behörde in Verbindung zu setzen.

„Allein schon die Bewässerung in den frühen Morgenstunden oder am Abend kann den Verbrauch erheblich reduzieren“, gibt Dr. Matthias Quas, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf, zu bedenken.

Fragen zum Wasserverbrauch beantworten der Kreis, die Landwirtschaftskammer und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband.

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