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Jahresprogramm des Museums für Westfälische Literatur 

Vom Stummfilm bis zur Avantgarde

Oelde

Es ist ein breit gefasstes Programm, mit dem das Museum für Westfälische Literatur in das Jahr startet. Auftakt ist am 27. Januar.

Von Dierk Hartleb

In einer Vorführung des Films „Autistische Spiele“ von Tobias Yves findet die am 15. Januar zu Ende gehende Ausstellung „Outside – Inside Outside“ eine Fortsetzung. Foto: Kulturgut Haus Nottbeck

 Mit einem üppigen Veranstaltungsprogramm wartet das Museum für Westfälische Literatur im neuen Jahr auf. Unter dem Titel „Blow Up -- Zoom in: Westfalen – Film- Literatur“ (27.1. bis 30.4.) richtet die multimediale Ausstellung den Fokus auf das Film- und Fernsehschaffen mit vielfältigen und zum Teil sehr überraschenden Bezügen zur westfälischen Literatur.

Abgebildet wird ein breites Spektrum vom Stummfilm bis zur Avantgarde, das beliebte Krimiserien, Thriller, den neuen deutschen Film, Heimatfilme, Comedyserien, Horror, Experimentelles ebenso wie Werbung, Comic und Blockbuster wie „Tintenherz“ und „Der Vorleser“ umfasst. Den Eröffnungsabend am 27. Januar gestalten Schauspieler Carsten Bender und Museumsleiter Prof. Walter Gödden als Literatur-Filmquiz in Form einer dialogischen Lesung.

Passend zur Ausstellung wird das Gartenhaus in ein Kino verwandelt, in dem die Besucherinnen und Besucher an drei Sonntagen im Frühjahr Klassiker der westfälischen Filmkunst auf der großen Leinwand erleben können. Den Auftakt macht am 5. März der Dokumentarfilm „Warum ist Frau B. glücklich?“ (1968), in dem die Regisseurin Erika Runge die Duisburger Bergarbeiterwitwe in ihrem Alltag porträtiert. Am 16. April folgt die gleichnamige Verfilmung von Max von der Grüns Roman „Stellenweise Glatteis“ des späteren und 2022 verstorbenen Hollywood-Regisseurs Wolfgang Petersen. Am 23. April findet mit dem Film „Make Love, not war. Die Liebesgeschichte unserer Zeit“ (1966) ein Juwel aus der Hochphase des Vietnamkriegs auf die Leinwand. Am 24. Februar findet im Rahmen der Ausstellung eine musikalische Lesung mit Live-Zeichnungen statt; Ausführende sind Robert Nippoldt, der eine prachtvolle Neuausgabe des Romans von F. Scott Fitzgerald illustriert hat, und Greens Light Ensemble. Am 1. April können sich Interessierte im Alter von 12 bis 16 Jahren in einem Workshop in die Praxis des Filmens einführen lassen.

Auch die am 15. Januar zu Ende gehende Ausstellung „Outside – Inside Outside“ in Kooperation mit dem Kunsthaus Kannen in Münster und weiteren Partnern der LWL Literaturkommission, in der Texte westfälischer Outside-Künstlerinnen und -künstler mit denen etablierter Autorinnen und Autoren in einer multimedialen Schau präsentiert werden, findet noch eine Fortsetzung in einer Vorführung des Films „Autistische Spiele“ von Tobias Yves Zintel am 12. Februar und in dem Theaterstück Im Strom“  des „Theaters en face“ ebenfalls am 12. Februar. Am 25. März werden unter dem Stichwort „Alles Krise oder was“ philosophische und literarische Texte zum Begriff „Krise“ von Martin Brambach und Christine Sommer als Rezitatoren abgeklopft; in die Thematik ein führt Prof. Michael Quante, der der Universität Münster Philosophielehrt.

Das am 10. März stattfindende Konzert „Dorian“ der Gruppe Woods of Birnam“ hat einen literarischen Hintergrund und geht auf einen Theaterabend zu Oscars Wildes berühmten Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ zurück.

Mit der Beteilung an „Soundseeing“ setzt Nottbeck seine Zusammenarbeit mit dem münsterlandweiten Klangkunstfestival fort und lädt Studierende der Klasse Suchan Kinoshita der Kunstakademie Münster zu künstlerischen Interventionen im Innen- und Außenraum des Kulturguts ein. Ergänzend dazu wird am 1. Mai eine Klangkunstwerkstatt für die ganze Familie angeboten. .

Zum Vormerken: Bei der 6. Nottbecker Sommernacht am 17 Juni ist Skandinaviern zu Gast. Und nur als Gastgeber tritt das Kulturgut bei den acht Aufführungen des Winterstücks der Stromberger Burgtheaters auf und überlässt ab 7. Januar dem „Gespenst von Canterville“ den Torhaussaal (bis 22. Januar).

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