1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. 14 Millionen für Neubau

  8. >

Feuer- und Rettungswache Am Holzbach

14 Millionen für Neubau

Warendorf

Einen Teil neu- und einen Teil einbauen – das war Beschlusslage 2016. Geht aber bei der Feuer- und Rettungswache nicht, sagen Verwaltung und Architekt.

Jörg Pastoor

Ein Fall für den Abrissbagger: Die Feuer- und Rettungswache – hier der Teil für die Freiwillige Feuerwehr – Am Holzbach lässt sich nach Überzeugung von Architekt und Verwaltung auch nicht teilweise in einen Neubau integrieren. Foto: Joachim Edler

Etwa 14 Millionen Euro dürfte die Feuer- und Rettungswache am Holzbach kosten. Diese aktuelle Schätzung teilte Beigeordneter Dr. Martin Thormann Montag im Hauptausschuss mit. Ein Grund liegt in der Aufgabe des Plans, Teile der Wache am Holzbach zu erhalten und in den neuen Komplex einzubauen. Denn laut bisherigen Untersuchungen ist der Altbau wohl nicht zu gebrauchen. „Und was uns in den vorderen Gebäudeteilen erwartet, wissen wir noch nicht“, erklärte Heiko Kampherbeek dem Gremium in der wegen coronabedingt regelmäßiger Lüftung nicht übertemperierten Pausenhalle der Gesamtschule.

Kampherbeek ist Mitinhaber des Münsteraner Architekturbüros „heimspiel“, das mit seinem Entwurf den Wettbewerb zur Gestaltung der Wache für Rettungsdienst (durchs DRK) und Freiwillige Feuerwehr gewonnen hatte.

Architekt Heiko Kampherbeek

Also nicht Rettungswache neu, Gerätehaus umbauen, wie es der Rat 2016 entschieden hatte – das zeichnete Martin Thormann nach. Unter funktionalen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten beleuchtet, „könnte es nur um einen Neubau gehen – aber dazu haben wir noch keinen formalen Beschluss.“

Futter dafür lieferte dann Heiko Kampherbeek. In seiner Präsentation ging er auf alle Varianten ein, die er durchgespielt hatte. Ergebnis: „Es gibt viele Kollisionspunkte, die mit dem Bestand zu tun haben.“ Um einen reibungslosen Betrieb für DRK und Wehr zu schaffen, liege ein Neubau auf der Hand - mit der Ausfahrt direkt auf die Straße Am Holzbach, wie bisher. Damit mache man keine Kompromisse, es gebe Ausbaumöglichkeiten, die sogar den Ansprüchen einer Berufsfeuerwehr genügten.

Die „Nutzeranforderungen“ gleicht sein Büro bereits sehr intensiv ab; er findet, man sei diesen Bedürfnissen mit „einer guten, funktionalen Architektur begegnet“. Unter anderem gibt es im verfeinerten Entwurf einen großen, gemeinsamen Schulungsraum.

Und während der Bauarbeiten?

So weit zum Planungsstand. Für Franz-Ludwig Blömker (SPD) ergaben sich daraus zwei Fragen: Wie soll der Betrieb der Wache laufen, wenn abrissbedingt am Holzbach keiner möglich ist? Und: Ist dort dann überhaupt der richtige Standort?

Darüber hatte auch die Verwaltungsspitze schon nachgedacht. Laut Dr. Thormann sei klar, dass es „eine Art der Interimslösung“ wird geben müssen. der Standort leibe aber auf jeden Fall, auch wegen der Synergien zum Baubetriebshof.

Die geschätzten 14 Millionen Euro würden – bezogen auf den Teil Rettungswache – langfristig gebührenfinanziert. „Bei der Feuerwehr gibt‘s leider keinen Sponsor“, so Thormann. Wie sich der Preis entwickle, sei „noch sehr unvalide“ zurzeit.

Kostenschätzung noch „unvalide“

Baudirektor Peter Pesch findet fachlich ebenfalls keine alternative zum Neubau und versuchte auf Anfrage von Andrea Kleene-Erke (SPD) einen Drehbuch-Entwurf: Nach einem Grundsatzbeschluss müsse ein Bauantrag her, der Rat als nächstes den Baubeschluss fällen. Dann sei Zeit für das Ausschreibungsverfahren und den Bau.

Jessica Wessels regte für die Grünen an, die Chance auf Fördermittel zu überprüfen. Anfang des Jahres stimmt sich die Stadt mit den Krankenkassen ab,

Startseite
ANZEIGE