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Kulturabend der Initiative Münsterland

2000 Euro für „Solingen hilft“

Freckenhorst

2000 Euro hat die Initiative Münsterland während ihres zweiten Kulturabends in der Stiftskirche Dr. Werner Klur vom Verein „Solingen hilft“ überreicht. Für die Initiative war das vergangene Jahr ein gutes, wie Moderator Bernd Hövener bemerkte.

Von Lorenz Wiedelerund

Dr. Werner Klur (l.) vom Verein „Solingen hilft“ freute sich über die Spende, die Michael Wilczek von der „Initiative Münsterland“ ihm überreichte.Werner Letz aus Westkirchen begleitete den Abend musikalisch. Foto: Lorenz Wiedeler

Weltweit waren laut UN im Jahr 2020 weiterhin etwa 82,4 Millionen Menschen auf der Flucht, die höchste Zahl, die jemals von der Flüchtlingsagentur UNHCR verzeichnet wurde. Vor allem die vielen Schicksale der unbegleiteten Kinder im europäischen Flüchtlingslager Moria bewegten zur Gründung der „Initiative Münsterland“, die nun in der Freckenhorster Stiftskirche bereits zum zweiten Mal einen Kulturabend auf die Beine stellte.

Das zurückliegende Jahr sei ein erfolgreiches für die Belange der Initiative gewesen, berichtet Moderator Bernd Hövener. Grund dafür sei etwa die Erklärung der Stadt Warendorf zum „Sicheren Hafen“, einem Programm der „Seebrücke“ für Kommunen, die bereit sind, geflüchtete Menschen besonders willkommen zu heißen und über dem eigentlichen Schlüssel hinweg aufzunehmen.

Auch die 39 000 Euro an Spendengeldern, die an den Verein „Solingen hilft“ überwiesen werden konnten, waren ein Grund zur Freude.

Als Vertreter dieses Vereins sprach der Allgemeinmediziner Dr. Werner Klur über die konkreten Projekte, die mit den Spenden unterstützt werden.

Dazu gehört beispielsweise das Einkaufen von Medikamenten und die Ausstattung für eine Praxis für chronisch erkrankte Geflüchtete in Athen vom Verein „Kitrinos Health Care“, die Unterstützung des griechischen Vereins „Khora“, der seit 2017 ebenfalls in Athen kostenlos Hygieneartikel und Kleidung, tägliche Mahlzeiten und unterschiedliche Freizeitprojekte anbietet.

Auf Lesbos selber werden verschiedene Projekte wie ein Pfandsystem, das die Bewohner mit Trinkwasser versorgt und gleichzeitig den Müll reduziert, die Ausstattung mit FFP2-Masken oder ein Schulprojekt für die Kinder vor Ort mitfinanziert.

Die „Initiative Münsterland“ überreichte daraufhin eine weitere Spende von 2000 Euro, für die sich Werner Klur bedankte.

Musikalisch wurde der Abend von Werner Letz begleitet, der mit seiner Gitarre zur Thematik passende Lieder spielte.

Passend zur Bundestagswahl hatten sich Mitglieder der Initiative noch einmal mit den Wahlprogrammen der im Bundestag vertretenen Parteien beschäftigt, natürlich mit dem Fokus auf Flüchtlings- und Asylpolitik. Positionen zu der nach wie vor unmenschlichen Situation an den EU-Außengrenzen, der Aufnahme und Verteilung von Geflüchteten und der Staatsbürgerschaft spielten dabei eine besondere Rolle.

Ähnliche Fragen werden weiterhin in der Ausstellung „Grenzerfahrungen“ gestellt, die in der Stiftskirche besucht werden kann. Vor und nach der Veranstaltung konnte man sich dann von Familie Abdullah verpflegen lassen, die unter anderem frisch zubereitete Falafel anbot.

Bernd Hövener beendete die Veranstaltung mit dem Appell, weiterhin das Gespräch mit allen zu suchen, um so zu helfen, Missverständnisse, Unbehagen und Misstrauen zu vermeiden.

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