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Zeitplan für Hallenbadbau vorgestellt

2026 sollen die Ersten schwimmen

Warendorf

Lieber einzeln ausschreiben oder an einen Generalunternehmer? Das war beim Hallenbad-Neubau in Warendorf Thema.

Von jetzt an in etwa fünf Jahren soll die Zeit für das Hallenbad enden. Dann – so sieht es Zeitplan vor – geht das neue Bad in Betrieb. Foto: Jörg Pastoor

Im Jahr 2026 sollen die ersten Nutzer im neuen Hallenbad abtauchen können. Den Zeitrahmen für dessen Planung und Bau kennen die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses seit Montagabend.

Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis stellte die Einzelheiten kurz vor. Und nahm vereinzelte Kritik zu seiner Absicht mit, die Gewerke für das Millionenvorhaben einzeln vergeben zu wollen. Besonders Dr. Beate Janinhoff (FDP) bevorzugte deutlich die Vergabe an einen Generalunternehmer. Die Entscheidung hat der Rat in dessen Sitzung am 18. November.

Aktuell, so Reitis, laufe die Beteiligung der Wassersport treibenden Vereine. Drei solcher Besprechungen habe es schon gegeben, am 5. Oktober sei die breite Öffentlichkeit an der Reihe. Bis zu 100 (angemeldete) Teilnehmer können ihre Anregungen für das Konzept des Bades einbringen, wie das die Vereinsvertreter und andere Nutzer schon getan haben.

Beteiligung der Nutzergruppen läuft

Die EU-weite Ausschreibung, die 2022 laufen soll, bereiten die Stadtwerke aktuell vor, der Rohbau ist für 2024 und 2025 geplant, die Fertigstellung 2026. Es solle auch ein Projektsteuerer gefunden werden, bei dem die Koordination liegen soll.

Zunächst klopften die Ausschussmitglieder anerkennend beim Ende von Urs Reitis‘ Kurzvortrag. Beate Janinhoff nicht: „Sie wissen, dass Sie vor Einzelausschreibungen gewarnt wurden?“ Das bringe einen „Wahnsinns-Zeitverlust“, einen Generalunternehmer könne man viel leichter in Haftung nehmen. „Ich warne davor!“ schloss Janinhoff.

Andrea Kleene-Erke (SPD)

„Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu“, erwiderte Reitis, „wenn man das unterschiedlich vergibt, hat man andererseits auch ein Korrektiv.“ Inhaltliche Unterstützung erhielt die FDP-Sprecherin von Doris Kaiser. Die CDU-Frau bezog sich auf Erfahrungen beim Anbau ans Josephs-Hospital, wo die Insolvenz eines Unternehmers zeitlichen Verzug gebracht habe. „Diese Gefahr muss man auch mit bedenken.“

André Wenning (Freie Wählergemeinschaft) interessierte, wann Reitis mit einer verlässlichen Kostenschätzung rechne. Das konnte der aber noch nicht absehen.

Ohnehin, so resümmierte Andera Kleene-Erke auf der SPD-Bank, sei noch Zeit. „Wir sehen uns ja verschiedene Bäder an. Jetzt geht es erst mal um das Raumnutzungskonzept.“

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