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Demonstration

50 Anlieger des DOKR protestieren: Jeder Baum zählt!

Die Anwohner in der Nachbarschaft des DOKR-Geländes wollen dem Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei zwar keine Steine in den Weg legen, dennoch wehren sie sich gegen die Abholzung eines ein Hektar großen Waldstücks für den Bau eines Reitplatzes. Am Samstag gingen sie auf die Straße.

Foto: Joachim Edler

Es war eine leise Demonstration, aber ausdrucksstark. 50 Anlieger des Warendorfer Nordens, teils mit Kindern, hatten sich am Samstagmittag auf dem Marktplatz vor dem Historischen Rathaus versammelt. „Wald erhalten“. „Jeder Baum zählt“. „Alle brauchen den Wald – aber nur wenige einen Reitplatz.“ „Ein Hektar Wald weg!“ stand auf Plakaten, die die Nachbarn des DOKR-Geländes in Händen hielten. Sie sehen ein idyllisches Fleckchen Natur in Gefahr. Da, wo Kornnatter, Blindschleiche, Fledermäuse, Eichelhäher, diverse Greifvögel, Spechte und ein Kauz – laut Anlieger Wolfgang Rüsel – ihren Lebensraum haben, soll ein Hektar Wald einem Reitplatz weichen (WN berichteten). Das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung will das Bundesleistungszentrum erweitern. Nun wehren sich Nachbarn. Nach Leserbriefen, Gesprächen mit Stadt und Politik, wollten sich die Anlieger mit der angemeldeten Demonstration noch einmal Gehör verschaffen. „Wir sind keine Verhinderer. Wir wissen um den Standort, den Stellenwert der Reiterei, den Wirtschaftsfaktor Pferd und die Bundeschampionate für Warendorf“, betonte Rüsel. „Doch muss so viel Wald weichen? Warum wird nicht auf andere Flächen ausgewichen?“ Für Anfang Dezember sei ein weiteres Gespräch zwischen Nachbarn und Verantwortlichen des DOKR geplant.

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