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Schulgebäude in Pavilly weicht Wohnbebauung

Abrissarbeiten haben begonnen

Freckenhorst/Pavilly

In Freckenhorsts französischer Partnerstadt Pavilly haben die Abrissarbeiten für das ehemalige Schulgebäude „Collège Val Saint Denis“ begonnen.

Dirk Möllers

Foto: Fotos: Stadt Pavilly

Als der TuS Freckenhorst und der Pavillaner Fußballverein Olympiques Pavillais 1967 ihre erste Begegnung austrugen, war das im Stadion nahe dem Ortskern. Dieser Sportplatz wurde auch als Schulsportanlage genutzt für das Collège Val Saint Denis (vergleichbar mit Sekundarschule), das unmittelbar an den Sportplatz angrenzte. Dann baute die Stadt Pavilly am Stadtrand eine neue Sportanlage mit mehreren Plätzen, und das innerstädtische Stadion wurde nur noch sporadisch genutzt.

2012 wurde auch das Collège aufgegeben und fand einen neuen Standort ganz in der Nähe des neuen Sportzentrums. Schon damals war klar, dass das ehemalige Schul- und Sportzentrum Platz machen sollte für ein neues Wohngebiet. Die Bürger erfuhren, dass auf einer Gesamtfläche von 13 000 Quadratmetern insgesamt 74 Wohneinheiten entstehen sollen. 26 Grundstücke sollen Eigenheimen vorbehalten sein. Allein 48 weitere Einheiten sind im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus als Mietwohnungen bereitgestellt.

Baubeginn dieses städtischen Großprojekts, dessen Planung und Durchführung einer Baugesellschaft übertragen wurde, sollte bereits im Frühjahr 2020 sein, verzögerte sich jedoch, da zwei Unternehmen zwar am Bau von Wohnungen interessiert waren, das Projekt jedoch aufgrund des an dieser Stelle bekannten Hochwasserrisikos aufgaben. Der Bürgermeister steht derzeit mit einer anderen Baugesellschaft in Kontakt, wobei die Ausschaltung des Hochwasserrisikos Priorität hat.

Seit Anfang Februar wurde mit dem Abriss des seit acht Jahren leerstehenden lang-gestreckten Schulgebäudes begonnen. Der 1968 eingeweihte Komplex besteht aus 21 Klassenräumen, Fachräumen, Lehrerzimmern, Toiletten, einem Innenhof, einem Spielplatz, einem Verwaltungsgebäude mit einer Halle und einer Mensa mit Küche. Mit der Demontage der Türen, Fenster und Wände erfolgte der erste große Schritt. In dieser Woche entfernt das Unternehmen Asbest, das nur im Kleber der Fußleisten enthalten ist. Diese Arbeit ist absolut sicher für die Umwelt und die Gesundheit der Mitarbeiter. Das Unternehmen hat für die Menschen, die dort arbeiten, Luftbehandlung, Abfallkontrolle und eine Dekontaminationsschleuse eingerichtet.

Die Dekonstruktion des Collèges wird durch ein ortsansässiges Unternehmen durch-geführt. Dabei wurde vor allem wegen der kurzen Wege an die Umwelt gedacht. Im Rahmen des Abbruchs werden 80 Prozent der Materialien sortiert und recycelt, was 5800 Tonnen entspricht.

Bürgermeister Francois Tierce überzeugt sich regelmäßig vom Fortschritt des Abrisses, der nach Plan bereits im Juni beendet sein soll.

Ist es Zufall oder partnerschaftliche Intuition, dass Freckenhorst und Pavilly sich einig sind? Auch in Freckenhorst wurde das Hauptschulgebäude in einer mehrwöchigen Aktion abgerissen. An seiner Stelle ist jetzt in nur kurzer Zeit ein neues schmuckes Wohnviertel entstanden.

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