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Entscheidung über Schulgebäude in zwei Jahren

Abrissbirne kreist über dem AWG

Warendorf

Was das Raumprogramm für das Gymnasium Laurentianum angeht, das zum Schuljahr 2019/2020 das Augustin-Wibbelt-Gymnasium (AWG) übernimmt, wird die Verwaltung zunächst keine Entscheidung zu einem detaillierten Raumprogramm treffen und die Schülerzahlen nach dem Zusammenschluss beider Schulen zwei Jahre lang beobachten. War anfangs noch von zwei Standorten nach dem Zusammenschluss beider Schulen die Rede, kann sich die Verwaltung nach der Fusion auch einen Neubau am Gymnasium Laurentianum vorstellen. Das würde den Abriss des AWG bedeuten.

Joachim Edler

Am heutigen Freitag entlässt das Augustin-Wibbelt-Gymnasium seinen letzten Abiturjahrgang. Nach den Sommerferien ist Schluss, geht eine Ära zu Ende. Das Gymnasium Laurentianum übernimmt die Oberstufe des Augustin-Wibbelt-Gymnasium, beide Schulformen verschmelzen zu einem Gymnasium, das den Namen Laurentianum trägt. Unterricht an zwei Standorten oder Abriss und Neubau – das soll in zwei Jahren entschieden werden. Foto: Edler

Es ist Warendorfs jüngstes Schulgebäude, das Augustin-Wibbelt-Gymnasium. Nach der Baufertigstellung fand dort erstmals 1983 Unterricht statt. Am heutigen Freitag entlässt das Augustin-Wibbelt-Gymnasium seinen letzten Abiturjahrgang. Nach den Sommerferien ist Schluss, geht eine Ära zu Ende. Das Gymnasium Laurentianum übernimmt die Oberstufe des Augustin-Wibbelt-Gymnasium, beide Schulformen verschmelzen zu einem Gymnasium, das den Namen Laurentianum trägt.

Die Zeiten, in denen die Anmeldezahlen für das Augustin-Wibbelt-Gymnasium weit über 200 lagen, sind längst vorbei. In Spitzenzeiten meldete das AWG 260 Anmeldungen. Fakt ist, dass die Anmeldezahlen für die Oberstufe am AWG zurückgegangen sind, da Schüler aus Marienfeld und Harsewinkel, die bislang das AWG besuchten, jetzt zu den Gesamtschulen vor Ort gehen. 108 Schüler entschieden sich im vergangenen Jahr für die Stufe 11 des AWG. Vor allem auswärtige Schüler bevorzugten die AWG-Schulform in Warendorf.

Was das Raumprogramm für das Gymnasium Laurentianum angeht, das zum Schuljahr 2019/2020 das Augustin-Wibbelt-Gymnasium (AWG) übernimmt, wird die Verwaltung zunächst keine Entscheidung zu einem detaillierten Raumprogramm treffen und die Schülerzahlen nach dem Zusammenschluss beider Schulen zwei Jahre lang beobachten.

War anfangs noch von zwei Standorten nach dem Zusammenschluss beider Schulen die Rede, kann sich die Verwaltung nach der Fusion auch einen Neubau am Gymnasium Laurentianum vorstellen. Hintergrund: das Gebäude des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums muss grundlegend saniert werden: Fassade und Fenster, Flure und Trittschalldämmung. Zudem sind vermehrt Setz-Risse im Mauerwerk aufgetreten. Da scheint ein Neubau günstiger.

Offen ist, was im Falle eines Neubaus mit dem AWG-Schulgebäude passiert, das im derzeitigen Raumprogramm der Verwaltung keine Verwendung mehr findet. Abriss?

Zu dieser Prognose will Dr. Martin Thormann, Erster Beigeordneter der Stadt, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht kommen. Die Zukunft des Schulgebäudes steht und fällt mit den Schülerzahlen. Und die werde man die nächsten zwei Jahre beobachten und dann, wie im Falle des Mariengymnasiums pädagogisch bewerten und ein Raumkonzept erarbeiten.

Ein Blick auf die kommenden Schülerzahlen am dann neuen Laurentiaum: Das Laurentianum, das in der Vergangenheit immer zwischen 80 und 100 Fünftklässler aufnahm, kann wohl mit zusätzlich 100 Anmeldungen rechnen, die aufs Konto des früheren Augustin-Wibbelt-Gymnasiums gehen. Das wären dann hochgerechnet 180 Schüler. Zu wenig für Unterricht an zwei Standorten. Da könnte die Verwaltung zu dem Ergebnis kommen, den AWG-Standort aufzugeben, sprich das Schulgebäude abzureißen, und am Laurentianum anzubauen. Eine weitere Variante wäre ein kompletter Neubau, aufs Raumkonzept des neuen Laurentianum zugeschnitten.

Alle diese Überlegungen kommen spätestens in zwei Jahren wieder auf den Tisch der Kommunalpolitiker. Bis dahin wird das Laurentianum das AWG-Gebäude voll nutzen können.

Zurzeit beschäftigten sich die „Fusionsmacher“ beider Schulen erst einmal mit dem künftigen Lehrplan für die Oberstufe. Der Oberstufenkoordinator, der im neuen Lau die Fäden in der Hand hält, kommt vom AWG.

Der Unterrichtsplan fürs kommende Schuljahr muss erstellt werden. Hier geht es vor allem um die Fächer, die die Schüler aus den Klassen EF, Q1 und Q2 gewählt haben. Bei den Oberstufenkursen kooperieren Laurentianum, Mariengymnasium und Gesamtschule.

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