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Neue Ausstellung in den Schaufenstern des ehemaligen Sporthauses Dierker

Abstrakte Bilder und Skulpturen

Lengerich

Die Zeit der leeren Schaufenster im ehemaligen Sporthaus Dierker am Rathausplatz ist schon länger vorüber. Jetzt stellen dort die Malerin Simone Thieringer aus Telgte und der Holzbildhauer Hugo Langner aus Lienen ihre Arbeiten aus.

Malerin Simone Thieringer aus Telgte und Holzbildhauer Hugo Langner aus Lienen präsentieren einige ihrer Werke derzeit in den Schaufenstern des ehemaligen Sporthauses Dierker am Rathausplatz. Foto: Detlef Dowidat

Eine gemeinsame Ausstellung der Malerin Simone Thieringer aus Telgte und des Holzbildhauers Hugo Langner aus Lienen ist jetzt in den Schaufenstern des ehemaligen Sporthauses Dierker am Rathausplatz zusehen. „Ein genialer Ort für die Präsentation von Kunst, die man vielleicht zunächst aus dem Augenwinkel entdeckt und später gezielt aufsucht“, freut sich Simone Thieringer.

Der Verein „Offensive Lengerich“ bespielt seit geraumer Zeit die leeren Schaufenster des ehemaligen Sporthauses und sorgt damit für ein etwas ansehnlicheres Bild im Zentrum der Stadt. Die Volksbank als Besitzer der Immobilie freut sich über das Engagement. „Ursächlich für die Bespielung der Schaufenster war die Corona-Pandemie, die die traditionelle Krippenausstellung in der Stadtkirche nicht mehr zuließ.

Da kam die Idee mit den leeren Schaufenstern am Rathausplatz auf“, erzählt Detlef Dowidat, zweiter Vorsitzender der „Offensive“. Seither finden dort regelmäßig Ausstellungen statt. Jetzt präsentieren Simone Thieringer und Hugo Langner ihre Werke.

Es werden Bilder und Skulpturen zu sehen sein. Beide Künstler sind in der Region keine Unbekannten mehr. Auf etliche Einzel- und Gruppenausstellungen können beide verweisen. Simone Thieringer hat ihre ersten Lebensjahre in Lengerich verbracht. Malerisch beherrscht sie ein breites Spektrum. „Farb- und Formimpuls schaffen eigene Bildwelten, moderne Kunst bricht hier die traditionellen Sehgewohnheiten auf“, so ihr Credo.

„Zum Sehen gehören mehr als die Augen. Die Gedanken der Malerin und die der Betrachter sind das Wesentliche. Meine Bilder erschließen sich selten auf den ersten Blick, das Bild hinter dem Bild ist maßgebend“, erklärt Thieringer. Ihre Materialien sind neben Öl, Acryl und Pastellkreide auch Tusche und Ölkreide sowie Ei-Tempera. Sie selbst meint, dass sie ein Bild weniger malt, sondern es macht. In ihrem Atelier findet man zwar Pinsel, Hauptwerkzeuge sind allerdings auch Spachtel, Finger, Bürsten und Schwämme. „Ausstellungen bringen mich immer wieder in Kontakt mit den Betrachtern. Meine Bilder hängen inzwischen in Wohnungen von Norderney bis München und von Paris bis Philadelphia“, erzählt die Künstlerin.

Hugo Langner präsentiert am Rathausplatz einige Skulpturen aus verschiedenen Schaffensphasen, darunter auch ganz neue Werke. „Die vielfältigen abstrakten Formen ergeben sich aus den Fundstücken, die durch Farbe und Form zum Endprodukt entwickelt werden“, erläutert Langner. Bedingt durch das Material seien die Skulpturen sehr gewichtig und es gebe eine Menge Details bei Material und Farbe zu entdecken.

Bei der Serie „Bo(o)tenstoffe“ habe er die breite Fantasie-Palette von Bootsformen mit gestocktem Buchen- beziehungsweise Kastanienholz erstellt. „Hinsichtlich des aktuellen Flüchtlingsdramas auf dem Mittelmeer war das oft bei der Arbeit in meinem Hinterkopf präsent“, erklärt Hugo Langner diese Skulpturen.

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