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Neue Teststelle in Einen

Abstrich ist kleine Sache

Einen

Der ehemalige Supermarkt an der Ecke Lerchenfeld und Bartholomäusstraße in Einen wurde jetzt zum -Corona-Testzentrum umgebaut. Verantwortlich für den Betrieb der Teststelle, die vom Kreis Warendorf genehmigt wurde, ist die Sassenberger Amtsapotheke.

Andreas Engbert

Keine Angst vor dem Corona-Test: Mechtildis Wissmann ließ durch Nadine Löckmann einen Abstrich durch die Nase machen. Foto: Andreas Engbert

Schnell noch einen Corona-Schnelltest, bevor es zum Frisör oder – wenn die Notbremse im Kreis wieder gelockert wird – zum Einkaufen geht. Nun ist das auch in Einen möglich. Wo die Einener bis vor einigen Jahren ihre Einkäufe erledigten, eröffnet heute eine Corona-Teststation. Der ehemalige Supermarkt an der Ecke Lerchenfeld und Bartholomäusstraße wurde zum Testzentrum umgebaut.

Verantwortlich für den Betrieb der Teststelle, die vom Kreis Warendorf genehmigt wurde, ist die Sassenberger Amtsapotheke. „Wir haben auf der Karte der Teststellen nach Lücken gesucht“, erläutern Apothekerin Claudia Botschner und Martin Wagner, wie ihre Apotheke aus Sassenberg auf die Idee kam, in Einen tätig zu werden. Die Verbindung zum Warendorfer Ortsteil bestand durch Mechtildis Wissmann, die als Apothekerin in der Amtsapotheke arbeitet und nun die Leitung der Teststelle in Einen übernimmt. Unterstützt wird sie von Mitarbeiterinnen aus Einen, die neben einer medizinischen Ausbildung noch eine spezielle Schulung zum Testen durchlaufen haben. „Alle Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht“, betont Apothekerin Claudia Botschner, dass die Ergebnisse der Tests keinesfalls in Einen „die Runde machen“ werden.

Die bürgernahe Testmöglichkeit bezeichnete auch CDU-Kreistagsmitglied Stephan Schulze Westhoff als wichtigen Bestandteil im Kampf gegen die Pandemie: „Bis gestern wurden im Kreis über 98 000 Tests durchgeführt“, hatte er aktuelle Zahlen vom Freitag parat. Dabei seien rund 420 positive Tests aufgefallen, von denen über 300 durch einen PCR-Test bestätigt wurden: „Die Bürgertests haben also geholfen, dass über 300 Menschen im Kreis das Virus nicht weitergeben.“ Man versuche derzeit, auch in Milte eine eigene Teststelle zu eröffnen.

Bei der Eröffnung am Samstag war auch der Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier anwesend. Als stellvertretender gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion ist er intensiv mit dem Thema befasst und betonte, dass die Testungen wichtiger Bestandteil der Pandemiebekämpfung seien: „Trotzdem darf man die AHA-Regeln nicht vernachlässigen“, rief er auch bei einem negativen Testergebnis zu Umsicht auf. Wenn alle zugesagten Impfdosen geliefert würden, sei es möglich, bis Ende Juni 65 Prozent der NRW-Bevölkerung mit einer Erstimpfung zu versorgen, zeigte er sich zuversichtlich, dass die Priorisierung der Impfberechtigungen im Juni aufgegeben werden können. Doch bis dahin – und wohl noch darüber hinaus – bleiben die Testungen wohl notwendig.

Um sich in der Teststelle in Einen testen zu lassen ist zwingend eine Terminreservierung über ein Internetportal notwendig. „Nur so können wir Menschenansammlungen vermeiden“, begründet Martin Wagner die Erfordernis der Terminreservierung. Der Test an sich dauert dann nur wenige Minuten. Mit einem dünnen Wattestäbchen nehmen die Mitarbeiterinnen einen Abstrich durch die Nase oder von der Rachenwand. Dann dürfen die Getesteten auch schon wieder gehen, währen die Mitarbeiterinnen die Laborauswertung des Tests durchführen. Das Ergebnis kommt dann nach maximal 30 Minuten per Mail. Im Falle eines positiven Tests werden die Getesteten zudem schnellstmöglich telefonisch informiert und persönlich beraten, wie vorzugehen und was zu beachten ist.

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