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Energiedialog zwischen Stadtwerke, Wirtschaftsförderung und Wiwa

Adäquate Vorbereitung ist sehr wichtig

Warendorf

Die echte Krux komme vermutlich erst im nächsten Jahr, wenn man mit den Energiespeicherkapazitäten auf einem ganz anderen Niveau starte, so die Vermutung vom Geschäftsführer der Stadtwerke Warendorf GmbH Björn Güldenarm. Im Rahmen des „Energiedialogs“ im Elsbergforum hatten Unternehmer die Möglichkeit des Austausch rund um das Thema Energie – die Stadt mit der Wirtschaftsförderung, die Stadtwerke und auch Wiwa waren mit im Boot.

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Tauschten sich beim „Energiedialog“ aus (v.l.): Bürgermeister Peter Horstmann, Björn Güldenarm (Stadtwerke) Patrick Schütz (Handelsverband) Foto: Rebecca Lek

Rund 75 Unternehmer hatten sich für den „Energiedialog“ der Stadtwerke Warendorf, der Wirtschaftsförderung der Stadt Warendorf und Wiwa am Donnerstagabend im Elsbergforum angemeldet.

Peter Horstmann, Bürgermeister der Stadt Warendorf, freute sich über die hohe Teilnehmerzahl, die davon zeuge, dass es ein wichtiges Thema sei, „dass unter den Nägeln brennt“. „Bei einigen Themen müssen wir kräftig klopfen, hier werden uns die Türen eingerannt“, so Horstmann. Den Grund hierfür sieht er darin, dass die Kälteperiode früher und sehr unerwartet eintraf. „Während Corona mussten wir auseinander gehen, jetzt ist es Zeit wieder zusammen zu rücken“, meinte Horstmann.

Hintergründe zur Gas- und Strombeschaffung

Zu Beginn übernahm Björn Güldenarm, Geschäftsführer der Stadtwerke Warendorf GmbH, das Mikrofon und erklärte die Hintergründe zur Gas- und Strombeschaffung. Hier ging er auch auf die Preisentwicklung über die letzten zwei Jahre ein. Beim Gas gab es für ihn mehrere Faktoren, die zu dem hohen Preisanstieg führen. Unter anderem nannte er hier die lange Winterperiode im letzten Jahr, die Einführung der CO2-Steuer, die zusätzlich in diesem Jahr um weitere 25 Prozent erhöht wurde und nicht zuletzt den Ukrainekrieg, wodurch bei den Billiganbietern eine Insolvenzwelle anrolle. Für die Zukunft Prognosen zu machen, sei jedoch schwer, da sich nicht mal die Experten einig seien. Während einige von kurzfristigen Entspannungen sprachen, gehen andere von weiteren Verschärfungen bis 2025 aus. Güldenarm sah das größte Problem im nächsten Jahr. „Vermutlich werden unsere Speicherkapazitäten für dieses Jahr ausreichen, aber nahezu erschöpft sein. Damit starten wir mit einem ganz anderen Niveau ins nächste Jahr“, so Güldenarm. Dann für die nächste Heizperiode die Speicher wieder aufzufüllen sei die Krux.

Fachvorträge zu Förderprogrammen und Stromspartipps

Im Anschluss folgten zwei Fachvorträge. Patrick Schütz von der Klimaoffensive des Handelsverbandes trug einige Tipps für Einzelhandelsunternehmen vor. Hierbei verwies er auf interessante unterschiedliche Stellen und Broschüren für die Unternehmer mit Förderprogrammen und Stromspartipps. Martin Schleinhege von der Cyrano Kommunikation GmbH hingegen schilderte ein Worst-Case-Szenario, bei dem der Strom längerfristig ausfällt. Für die Unternehmer wäre eine adäquate Vorbereitung wichtig, um einfach nur das Notfallhandbuch aus der Schublade zu holen und die Checklisten abzuarbeiten. Mit einem Augenzwinkern gab er zudem den Tipp, es wirklich in der Schublade aufzuheben. „Das Notfallhandbuch auf dem Computer hilft beim Stromausfall leider nicht“, so sein Fazit.

Nach einer kurzen Stärkung standen die Referenten für eine Fragerunde bereit. Christoph Berger als Gastgeber formulierte es passend. „Vielleicht ist der Austausch untereinander noch wichtiger als die Vorträge.“ Damit ging es zum gemütlichen Teil des Abends mit viel Netzwerkarbeit über.

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