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Bar-Betreiber mit neuem Marktangebot – auch sonntags?

Alter Pferdeanhänger wird zum Kaffeewagen

Warendorf

Mit einem urigen ehemaligen Pferdeanhänger aus England stehen Sascha Demant und Partner Nico an den Markttagen auf dem Volksbank-Plaza und bieten Kaffeespezialitäten und alkoholfreie Cocktails an.

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Stecken in Corona-Zeiten den Kopf nicht in den Sand: Die Bar-One-Betreiber Foto: privat

Wir sind noch da, wir gehen nicht weg, wir brauchen Perspektiven – findet zumindest der Inhaber der Bar #one, Sascha Demant. Er möchte sein Geld selber verdienen und nicht auf staatliche Hilfen angewiesen sein, die in der derzeitigen Form nicht ausreichen, um alle Fixkosten zu decken. Ohne Essensangebot kann er kein wirtschaftliches Außer-Haus-Angebot starten, deswegen hatte er mit seinem Partner Nico eine andere Idee. Mit einem urigen ehemaligen Pferdeanhänger aus England stehen sie an den Markttagen auf dem Volksbank-Plaza und bieten Kaffeespezialitäten und alkoholfreie Cocktails an. Ein großer Dank gilt der Volksbank, die den Standort zur Verfügung stellt aber auch der Stadtverwaltung, die die Genehmigung schnell ausgestellt haben. Da sie mit ihrem Wagen auf Privatgelände stehen, gehören sie zwar nicht offiziell zum Markt, bereichern das Angebot dennoch, nachdem der Kaffeewagen auf dem Wochenmarkt nicht mehr steht. Das Einzige was der umfunktionierte Pferdeanhänger benötigt, ist Strom; die Wasserversorgung läuft autark.

Der erst Tag, Donnerstag, lief noch etwas schleppend. Demant hat nicht ans Datum gedacht: viele waren der Überzeugung; das ist ein Aprilscherz. „Nein, es ist kein Scherz. Wir wollen eine Beschäftigung und vor allem am Markt bleiben. Wann wir wieder in der Laurentiusstraße normal öffnen können, ist noch unklar“, berichtete der gelernte Altenpfleger.

Daher wird der Kaffeewagen zu den Markttagen dienstags und freitags von 8 bis 13 Uhr aufgebaut. Geplant ist auch eine Sonntagsöffnung. Die pfiffigen Barbetreiber möchten mit ihrem Kaffeewagen am liebsten an den Emssee. „Direkt am Piratenspielplatz wäre ein Traum“, hofft der Inhaber vom #one auf eine Genehmigung seitens der Stadt.

Insgesamt stelle sich die Umsetzung schwieriger dar als erwartet. „Wir wissen noch nicht, ob wir starten können. Grund dafür sind Umwelt- und Naturschutzauflagen. Sollte das nicht klappen, haben wir aber auf jeden Fall die Zusage, dass wir auf dem bepflasterten Teil des Lohwalls stehen dürfen“, schildert Demant die Problematik. Dort soll es dann auch frische alkoholhaltige Cocktails geben – wenigstens ein bisschen #one Atmosphäre. Die Betreiber scharren mit den Hufen und wollen unbedingt wieder öffnen. „Wir schauen derzeit mit weinenden Augen auf unser Geschäft. Wir können nur hoffen und uns darauf freuen, wenn wir wieder öffnen dürfen.“

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