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Dritter Preis bei „Jugend forscht“

Altersunterschied kein Problem

Warendorf

Ein hervorragenden dritten Preis im Bereich „Schüler experimentieren“ des Jugend-forscht-Wettbewerbs haben der Viertklässler Robert Bäumer und der Neuntklässler Kuno Heller gewonnen.

Thomas Lins

Freuen sich über den Erfolg bei „Jugend forscht“ (v.l.): Kathrin Sellmeyer, Robert Bäumer, Dr. Gudrun Großkopff, Kuno Heller und Claudia Tennstedt Foto: Thomas Lins

„Young Star“ steht auf der Urkunde, die Robert Bäumer mit einem Sonderpreis als jüngster Teilnehmer im Bereich „Schüler experimentieren“ des Jugend-forscht-Wettbewerbs auszeichnet. Der Viertklässler der Laurentius-Grundschule hat zusammen mit Kuno Heller von der Bischöflichen Realschule mit einem Beitrag über 3D-Drucker bei dem landesweiten Wettbewerb teilgenommen. Das Ergebnis für ihr Projekt freut sie ungemein: Es ist ein dritter Preis, der ihnen jetzt im März bei einer Siegerehrung zuerkannt wurde.

Die betreuende Lehrerin an der BRS Dr. Gudrun Großkopff ist voll des Lobs über die beiden: „Ich habe es vorher noch nie erlebt, dass sich zwei so gut vorbereitet haben. Im November liefen die Anmeldungen und bis zum 8. Januar musste alles verschriftlicht und hochgeladen werden.“ Beim Wettbewerb stellten die beiden Jungforscher ihren Film über „Das Werkzeug der Zukunft“ der Jury vor. „Das war wirklich professionell“, berichtet Großkopff, „wie sie ihren Film live vor den Juroren synchron kommentierten.“

Dass Kuno und Robert Könner ihres Fachs sind, stellen sie auch bei einer kleinen Präsentation ihrer Arbeit an der Bischöflichen Realschule unter Beweis. Schulleiterin Claudia Tennstedt und die stellvertretende Leiterin der Laurentius-Grundschule Kathrin Sellmeyer hören aufmerksam zu, als der Neunt- und der Viertklässler über die Fusion 360 Software, über Sensoren bei 3D-Druckern, über Wabenstrukturen, Hohlkörper und lebensmittelechtes Material fachsimpeln.

Der Anlass ihrer Zusammenarbeit war allerdings weniger theoretisch, sondern ganz pragmatisch: „Wir haben uns in der Reparatur-Werkstatt der Stadtbücherei kennen gelernt“, erzählt Kuno, „dort gibt es verschiedene Arbeitsbereiche, wo Gegenstände repariert werden und wo jeder hinkommen kann.“ Robert hat in der Schule erfahren, dass es in der Stadtbücherei einen 3D-Drucker gibt und ist dann einfach hingefahren. Jetzt betreuen die beiden diesen Arbeitsbereich. „Wenn etwas nicht funktioniert, stellen wir zuerst fest, was kaputt ist und ob es dazu ein Ersatzteil gibt“, stellt Kuno die Arbeitsschritte vor, „wenn nicht, dann zeichnen wir das Ersatzteil digital am Laptop und drucken es anschließend aus.“ Die beiden wechseln sich einander beim Erzählen ab, der Altersunterschied von fünf Klassenstufen scheint kein Problem zu sein. Ein Highlight ihrer Reparatur-Arbeit ist ihnen besonders im Gedächtnis geblieben: „Bei einem E-Bike fehlte eine Kappe, eigentlich nichts Großes, aber dafür gab es keinen Ersatz, sodass man das Fahrrad nicht mehr richtig nutzen konnte“, erzählt Kuno. Er und Robert schafften es auch hier, das fehlende Teil passgenau als Unikat herzustellen und freuen sich sichtlich über die gelungene Reparatur.

Auch Sellmeyer und Tennstedt würdigen den Erfolg der beiden. Tennstedt lobt: „Wir sind super stolz, dass wir jemanden wie dich an unserer Schule haben, Kuno. Und es ist toll, dass ihr ein Forum gefunden habt, wo ihr eure Stärken zeigen könnt.“ Fast selbstverständlich, dass die zwei schon weitergehende Pläne haben für ein neues Projekt. „Aber das wird noch nicht verraten“, lacht Robert, der sich als Gewinn für seinen Sonderpreis noch auf einen Projekttag zum Thema Umwelttechnik mit seiner Klasse freuen kann.

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