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Kunstprojekt für Kinder

Atelier in die Natur verlegt

Milte

„Ein Schritt nach draußen“: Unter diesem Motto waren 22 Kinder aus Milte eingeladen, die Natur in den Ferien aus den Augen eines Künstlers zu betrachten.

Von Emil Schoppmann

Clara, Tabea und Mehwar ließen mit Unterstützung der Kunsttherapeutin Petra Schürmann ihrer Kreativität freien Lauf.. Foto: Emil Schoppmann

Nach draußen gehen und in der Natur kreativ werden statt vor dem Computer oder Handy zu sitzen. Dies ermöglichte die Kunsttherapeutin Petra Schürmann während der Osterferien 22 Kindern aus Milte. Als übergreifendes Motto hatte sie das Thema „Ein Schritt nach draußen“ gewählt und damit das Atelier in die Natur verlegt. Auch das sonnige Frühlingswetter lud dazu ein, die Umwelt neu zu entdecken.

Während das Sportlerheim als täglicher Treffpunkt diente, fanden die Teilnehmenden in einem nahe gelegenen Waldstück genügend Platz und Eindrücke, um kreativ zu werden. Gemeinsam wurden an sechs Tagen Farben, Geräusche und Gegenstände aus der Natur mit Hilfe von verschiedenen Materialien und Techniken künstlerisch erforscht. Aus Fundstücken wie Blättern, Zweigen oder Federn entstanden in Kombination mit Gouache- und Aquarellfarben kleine Kunstwerke. Daneben wurden auch Figuren aus Ton gebastelt oder Skulpturen aus Ästen gebaut.

„Die Kinder sollen lernen, mit Naturmaterialien zu gestalten und dadurch zur Kreativität ermutigt werden“, erklärt Schürmann, die eine kunsttherapeutische Praxis in Warendorf betreibt. Beim Malen spricht sie mit ihnen über die Hintergründe und die Bedeutung der gewählten Motive. Häufig würden Gedanken und Gefühle in Bildern und Formen ausgedrückt. Auf Grundlage der sogenannten Reggio-Pädagogik erhielten die Kinder in Milte die Möglichkeit, sich individuell zu entfalten und selbst zu verwirklichen.

Beitrag zur Integration

Nach der schöpferischen Arbeit wurden die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke gemeinsam in einem Sitzkreis reflektiert. „Ich fand es toll, dass wir gemalt haben und dass wir viel draußen gewesen sind“, zeigt sich etwa Lina am letzten Tag von dem Kunstprojekt begeistert.

Da es sich auch an Kinder geflüchteter Familien richtete, war die Gruppe kulturell und altersmäßig bunt gemischt. Über die Kunst hinaus wurde damit ein Beitrag zur Integration geleistet. Unterstützung erhielt Petra Schürmann von einigen Eltern, der Kolpingsfamilie und der Gruppe „Miteinander“, welche die Aktion initiiert hatte. Dank der Finanzierung aus Mitteln der Alt- für-Jung-Patenschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaG), konnten alle Kinder kostenlos an dem Kurs teilnehmen.

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