1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. „Aufhol-Kurse“ sind ein Selbstläufer

  8. >

Kooperation von Studienkreis und Laurentiusschule

„Aufhol-Kurse“ sind ein Selbstläufer

Warendorf

Die Abläufe sind klar, jeder Jahrgang hat feste Zeiten und Kurseinheiten: An der Laurentiusschule ist die Kooperation mit dem Studienkreis gut angelaufen. Im Rahmen des NRW-Programms „Ankommen und Aufholen nach Corona“ hat der Schulträger, die Stadt Warendorf, für die Laurentiusschule 12 000 Euro als Budget zur Verfügung gestellt. Dies wird jetzt genutzt durch eine Kooperation zwischen Studienkreis und Laurentiusschule.

Von Christopher Irmler

OGS-Koordinatorin Brigitte Kaiser (l.) und Schulleiterin Kathrin Sellmeier: Sie freuen sich über die Möglichkeit, ein derartiges Angebot in Zusammenarbeit mit dem Studienkreis Warendorf auf die Beine gestellt zu haben. Foto: Christopher Irmler

Noch immer beeinträchtigt die Corona-Pandemie das alltägliche Leben. Dies gilt auch für die Schülerinnen und Schüler, die zeitweise im Wechselunterricht lernen mussten. In anderen Phasen entfiel der Präsenzunterricht. Der Unterricht fand – so gut es ging – daheim statt. Das Land NRW legte unter dem Titel „Ankommen und Aufholen nach Corona“ ein Aktionsprogramm auf. Die Lauren­tiusschule erhielt von ihrem Schulträger, der Stadt Warendorf, ein Budget in Höhe von rund 12 000 Euro.

Theoretisch, so erläutert Schulleiterin Kathrin Sellmeier, hätten auch Bildungsgutscheine an Eltern und Kinder ausgegeben werden können. „Aber das wollten wir nicht. Die Familien haben viel durchmachen müssen.“ Schnell stand daher die Idee im Raum, eine Kooperation mit dem Studienkreis Warendorf einzugehen. Die Pädagogen führten Elterngespräche und ermittelten Bedarfe. Insgesamt können 25 der 165 Grundschüler seit Anfang Dezember in sechs zusätzlichen Kursgruppen gefördert werden. Dabei achtete die Leitung auf eine gleichmäßige Berücksichtigung aller vier Jahrgänge. Im Fokus des zusätzlich zum regulären OGS-Angebot geschaffenen Programms stehen Deutsch und Mathematik. „Der Bedarf wäre auf jeden Fall noch größer gewesen“, weiß Sellmeier. Die ersten Rückmeldungen der Kinder seien positiv. „Da merken wir schon, dass Übung den Meister macht.“

Sellmeier lobt die Bereitschaft der Kinder. „Für sie bedeutet es auch einiges, sich am Nachmittag, nach der regulären Schule, nochmals hinzusetzen. Dafür gebührt ihnen Anerkennung.“ Offiziell sehen die noch im gesamten Jahr 2022 gültigen Bildungsgutscheine zehn Einheiten mit jeweils 90 Minuten vor. Die Laurentiusschule wählt einen anderen Weg. Sellmeier: „Das würde die Kinder überfordern. Wir haben uns daher ganz bewusst für einstündige Kurse entschieden.“ „Das ist ein Selbstläufer“, lobt auch OGS-Koordinatorin Brigitte Kaiser die Lernbereitschaft der Kinder. Die Abläufe seien klar, jeder Jahrgang habe feste Zeiten.

Erfahrene Pädagogin betreut Kurse

Neben diesen, von einer erfahrenen Pädagogin betreuten Kursen rund um Einmaleins, Rechtschreibung, Silbentrennung und Co. stellte die Schule Projektanträge für zusätzliches Personal. Zwei bislang ehrenamtlich tätige Frauen sind bis zum Schuljahresende jeweils sechs Wochenstunden im Einsatz, um zwei Projekte zu ermöglichen. Dabei geht es einerseits um die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen, im zweiten Projekt um die Förderung sprachlicher Kompetenzen und Integration. Hier werden nochmals 25 Kinder gefördert. Die Resonanz sei positiv, so Sellmeier. „Diese zusätzliche Förderung wird von der Elternschaft dankend angenommen. Es ist wichtig, dass man derartige Möglichkeiten an der Schule dann auch anbietet.“

Startseite
ANZEIGE