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Verwaltung lehnt CDU-Antrag ab

Ausschuss hält an Tempo 70 fest

Einen-Müssingen

Eine Tempo 70-Zone im Kreuzungsbereich L 548/K17 in Höhe des Landgasthofes Schulze Osthoff wird es vermutlich nicht geben. Dies hatte die CDU beantragt, aber dürfte damit wohl keinen Erfolg haben.

Joke Brocker

Die Ortsunion Einen-Müssingen hat die Einrichtung einer Tempo-70-Zone in Höhe der Kreuzung L 548/K 17 am Landgasthof Schulze Osthoff beantragt. Die Verwaltung hat diesen Antrag abgelehnt. Foto: Joke Brocker

Benedikt Wuttke, Teamleiter Straßenverkehr, machte den Mitgliedern der CDU, die eine Tempo-70-Zone im Kreuzungsbereich L 548/K 17 in Höhe des Landgasthofes Schulze Osthoff beantragt hatten, wenig Hoffnung. Weder Tempo 70 und ein Überholverbot auf der K 17 noch die geforderte Roteinfärbung des Radweges seien realistisch. Die Antragsteller könnten froh sein, dass er, Wuttke, seinen Gesprächspartnern beim Kreis immerhin ein Piktogramm auf der Radfahrfurt „aus den Rippen geleiert“ habe.

In ihrem Antrag hatte die CDU auf die „äußerst gefährliche“ Verkehrssituation auf der vielfrequentierten Kreuzung, an der auch der gutbesuchte Gasthof liegt, aufmerksam gemacht. In den vergangenen Jahren sei es hier immer wieder zu Unfällen gekommen. Für den Radweg entlang der K 17, der die L 548 kreuzt und oft von Autofahrern übersehen werde, hatten sich die Christdemokraten eine Farbmarkierung, alternativ die Anbringung eines Stoppschildes an der Kreuzung, gewünscht.

Die Verwaltung erteilte dem Antrag eine Absage. Verkehrszeichen, heißt es in der Begründung, würden gemäß Straßenverkehrsordnung nur aufgestellt, wo dies aufgrund besonderer Umstände geboten sei. Die Kreuzung liege außerorts, daher sei hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 Stundenkilometern vorgesehen. Der kreuzende Radfahrstreifen sei durch Zusatzzeichen ebenfalls vorangekündigt. Die Kreuzung sei zudem kein Unfallschwerpunkt. Die Unfälle, die sich dort ereignet hätten, hätten nicht in Zusammenhang mit Radfahrern oder Überholmanövern gestanden.

Die Verwaltung sprach sich daher gegen Temporeduzierung und Überholverbot an dieser Stelle aus. Stattdessen schlug sie vor, das Verkehrszeichen „Radfahrer“ westlich und östlich der Kreuzung anzubringen- und außerdem auf der Radfahrfurt ein Piktogramm aufzubringen. Auf die von Mechtildis Wissmann (CDU) geforderte Roteinfärbung lasse sich Landesstraßen NRW nur bei Unfallhäufungsstellen ein, erläuterte Wuttke. In Absprache mit dem Straßenbaulastträger, dem Kreis, könne allerdings eine Querungshilfe auf der K 17 in Richtung Landgasthof geprüft werden. Der Kreis habe angekündigt, die Straße mittelfristig sanieren zu wollen, im Zuge dessen könne die Verkehrsinsel gebaut werden.

Während die Aussicht auf eine Verkehrsinsel auf allgemeine Zustimmung stieß, wollten sich die Ausschussmitglieder mit der Aussage, dass ein Tempolimit im Bereich Schulze Osthoff nicht möglich sei, nicht abfinden. Einstimmig lehnten sie den Beschlussvorschlag der Verwaltung ab. Sie verwiesen darauf, dass im Bereich Telgte auf der K 17 über weite Strecken Tempo 70 gelte und formulierten einen neuen Antrag. In diesem fordern sie, die Umsetzbarkeit einer Querungshilfe Richtung Landgasthof zu prüfen, das Piktogramm auf dem Radweg aufzubringen und eine Tempo 70-Zone auf der K 17, die in Höhe Schulze Osthoff beginnen und – schon im Hinblick auf das geplante Neubaugebiet – bis zum Grünen Markenweg erweitert werden soll.

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