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Stadtwerke sollen Pläne bis Mitte 2021 vorlegen

Badbündnis setzt sich durch

Warendorf

Es wird ein neues Hallenbad geben – im Hauptausschuss fiel die Vorentscheidung. Die Mehrheiten entsprechen denen im Rat.

Jörg Pastoor

Spätestens jetzt läuft die Uhr für das Hallenbad ab. Das schwarz-grün-gelbe Badbündnis hat einen Neubau beschlossen.   Foto: Jörg Pastoor

Wie erwartet: Warendorf bekommt einen Hallenbad-Neubau. Das Badbündnis aus CDU-, Bündnisgrünen- und FDP-Fraktion hat sich im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss am Montagabend mit seiner Mehrheit durchgesetzt. Gegen die Fraktionen, die lieber ein (günstigeres) Lehrschwimmbad in Freckenhorst wollen, auch gegen Bürgermeister Peter Horstmann, der wie berichtet schon in seiner ersten Haushaltsrede im neuen Amt die Verschiebung des 2018 im Grundsatz beschlossenen Neubaus empfohlen hatte.

Mehrheit aus CDU, Grünen und FDP

Nach Vorgesprächen mit den Fraktionsvorsitzenden – und dem letzte Woche veröffentlichten gemeinsamen Antrag (WN-Leser wissen Bescheid) – hatte Horstmann dem Ausschuss eine Verwaltungsvorlage präsentiert, nach der die Stadtwerke-Aufsichtsratsmitglieder den Plan schnellstmöglich durchsetzen sollten.

Damit, sagte Frederik Büscher (CDU), könne er leben, „doch mir fehlt der Zeithorizont.“ Konkret: Die Baubefürworter wollen, dass die Aufbereitung abstimmungsreifer Planunterlagen bereits bis spätestens Mitte 2022 abgeschlossen sein soll.

Beate Janinhoff rechnet mit acht Millionen Euro Kosten

Das fand Baudirektor Peter Pesch zwar allein wegen der kostenbedingt nötigen Europa-Ausschreibung für „problematisch“, stieß dabei aber auf Dr. Beate Janinhoffs Ablehnung: In Handorf habe es geklappt, einen Badneubau innerhalb von sieben Monaten hinzubekommen – „und das für unter acht Millionen Euro. Das muss man doch auch in Warendorf hinkriegen“, so Janinhoff.

Michael Gierhake (SPD) fand das Projekt „nicht machbar“, bezeichnete den Neubau als „finanziellen Selbstmord“ für die Stadt. Zunächst stellte seine Fraktionskollegin Andrea Kleene-Erke den Antrag, auf jeden Fall die Herstellung von Barrierefreiheit am bestehenden Bad und ein Lehrschwimmbad in Freckenhorst zu beschließen. Vielleicht gebe es da ja Fördermöglichkeiten – es gelte auf jeden Fall zu verhindern, „dass uns das alte Bad wegbricht. Nicht, dass wir nachher da stehen ganz ohne Hallenbad!“

André Wenning

Gegen einen Neubau waren auch André Wening (FWG) und Paolo da Silva (Die Partei). Wenning war klar:  „Ohne Förderkulisse können wir uns das nicht leisten. Wer soll das bezahlen?“ Da Silvas Kinder haben in Sassenberg Schwimmen gelernt – das gehe also auch. Sein Fazit: „Wir würden das gerne um ein paar Jahr verschieben.“

Die Mehrheit wollte das nicht. Sie setzte sich mit ihren zehn Stimmen gegen FWG und Die Partei durch, die SPD enthielt sich geschlossen. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Rat ist damit klar: Warendorf bekommt einen Hallenbad-Neubau.

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