Am Marienkindergarten entsteht eine Bewegungshalle

Baggern, bohren, bauen...

Warendorf

Die Kinder im Marienkindergarten in Warendorf haben jede Menge zu tun: Täglich müssen sie die Baustelle beobachten, die vor ihren Augen Schritt für Schritt fertig gestellt wird. Dort soll nämlich eine neue Bewegungshalle entstehen.

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Erlebniswelt Baustelle: Die Kinder des Marienkindergartens sind begeistert, wie die Baustelle täglich vor ihren Augen wächst. Mit Feuereifer werden die Bagger und Maschinen der Baustelle in den Gruppenräumen „nachgebaut“. Foto: Marienkindergarten

Seit einigen Monaten befindet sich auf dem Außengelände des Marien-Kindergartens in Warendorf eine große Baustelle. Eine große Bewegungshalle, die bisher fehlte, soll zukünftig das Angebot des Kindergartens komplettieren. Und ganz nebenbei ist durch die Baustelle ein neuen Lernort für die Kinder entstanden.

Seit den letzten Wochen spielen sich für die Kinder spannende Szenen vor den Gruppenfenstern ab. Vor allem die Mäuse- und die Igel-Gruppe können direkt von ihren Fenstern aus die Bauarbeiter beobachten.

Zu Beginn wurde ein großer Teil des Spielplatzes geräumt. Dies war ein großes Ereignis im Kindergartenalltag, als die Schaukel, die Rutsche, der Tunnel und alles weitere vom Bagger abgerissen wurde. Danach war das Außengelände kaum wieder zu erkennen. Relativ zügig ging es mit den Bauarbeiten weiter. Der Kran und der Betonmischer rückten an, um das Fundament und die Bodendecke zu gießen. Seitdem können die Kinder beobachten, wie das Gebäude Gestalt an nimmt. Es wird von ihnen beobachtet, wie Stein auf Stein gesetzt wird. Sie schauen immer wieder gerne aus dem Fenster, um zu beobachten, wie weit die Bauarbeiter sind.

Neue Dinge entdecken

Dabei entdecken sie immer wieder neue Dinge. Ihre Erlebnisse spielen und bauen sie in der Gruppe nach. So wurden aus Lego die Häuser erst mit einer Bodenplatte versehen, oder aber es wurden kleine Bagger aus Eierkartons und große Bagger aus Umzugskartons nachgebastelt. All das Gesehene auf der Baustelle wird im Gruppenalltag spielerisch umgesetzt.

Vor allem die angehenden Schulkinder sind sehr neugierig und haben viele Fragen, so die Erzieherin Anna Löhrs. Die Baustelle ist eine gute Gelegenheit für sie, ihr Wissen direkt durch die Fachleute vom Bau zu erweitern. Ein besonderes Interesse liegt bei den Kindern darauf, etwas über die Maschinen und die verschiedenen Abläufe zu erfahren. Schnell entstand die Idee eines Interviews. In der Gruppe wurden Fragen überlegt. Anschließend wurden die Arbeiter am Bauzaun mit viel Interesse interviewt.

Wie groß ist ein Bagger?

Wie groß und wie schwer ist ein Bagger? Wie hoch ist der Kran? Wie schwer ist ein Stein? Warum tragt ihr einen Helm und Stahlkappenschuhe? Wo macht ihr Pause? Wann ist die Baustelle fertig? Der Mitarbeiter Johannes Börger von der Firma August Gründker hat sich Zeit genommen, um den Kindern auf ihre Fragen ausführliche Antworten zu geben. Anhand von verschiedenen Beispielen hat er ihnen mit viel Geduld alle Fragen beantwortet. Für die angehenden Schulkinder war es ein richtiges Highlight, vor allem in der aktuellen Zeit. Ende des Jahres soll der Anbau abgeschlossen sein.

Bis dahin wird für die Großen und Kleinen noch so einiges zu bestaunen sein.

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