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Jahreshauptversammlung des Wassersportvereins

Bald Kaffee am Emssee?

Warendorf

Sonntags ein Café-Angebot am Emssee? Eine eigene Vereinsjacht am Ijsselmeer? Der Warendorfer Wassersportverein hat viel vor.

Von und

Der neue Vorstand des Warendorfer Wassersportvereins (v.l.): Marc Mester, Julia Mester, Ralf Seidel, Ralf Reckersdrees, Jan Müller und Silke MiddendorfKnapp 50 Mitglieder verfolgten die Berichte des Vorstands Foto: Wassersportverein

Ähnlich stark wie das Interesse am Wassersport war auch das Interesse der Mitglieder des Warendorfer Wassersportvereins (WWV) an den Berichten und Planungen des Vorstands. Knapp 50 Mitglieder haben an der Jahreshauptversammlung teilgenommen.

Die Corona-Lage hat in den vergangenen zwei Jahren auch das Programm des WWV ordentlich durcheinandergebracht. Dennoch konnten gerade in den Sommermonaten die meisten Ausbildungskurse im Bereich Segeln und SUP (Stand-Up-Paddling) sowie einige der geplanten Vereinsfahrten stattfinden.

Für das Jahr 2022 sieht es derzeit vielversprechend aus, so dass der Verein in diesem Jahr bereits für einen großen Teil der Segel- und Motorbootkurse „ausgebucht“ vermelden muss. Über Ostern findet mit sechs gecharterten Segeljachten zudem der erste SKS-Ausbildungstörn seit zwei Jahren statt, bei dem alle Prüflinge, die seit 2020 bereits die theoretische Prüfung zum Sportküstenschifferschein bestanden haben, nun die langersehnte praktische Prüfung ablegen können.

Neuer Mitgliederrekord

Bereits zum dritten Mal in Folge kann der WWV sich über einen neuen Mitgliederrekord freuen. Mit mehr als 260 Mitgliedern ist der Stand zum Jahresbeginn 2022 um weitere 33 Mitglieder höher als im Jahr zuvor. Erfreulich ist auch das nach wie vor große Interesse im Bereich SUP. Durch Kooperationen konnte das breite SUP-Programm des WWV um Kraft- und Fitnessvariationen erweitert werden.

Der langjährige Jugendleiter des WWV, Carsten Prochotta, berichtete von einer motivierten und derzeit 17 Jugendliche umfassenden Jugendgruppe. So oft es ging, habe sich die Jugendgruppe auch in den Wintermonaten zu gemeinsamen Aktionen getroffen. Nun freuen sich aber alle, dass es bald wieder raus aufs Wasser geht. Die Jugendgruppe wird in diesem Jahr in ein neues Boot investieren und eine weitere „Fusion“ beschaffen, um neben den klassischen Bootstypen „Optimist“ und „Laser“ ein breites Angebot für Jugendliche aller Altersklassen zu haben. Carsten Prochotta, der seinen Platz im Vorstand des WWV in diesem Jahr freimachte, damit der Nachwuchs an entscheidender Stelle mitwirken kann, freute sich, dass die Mitglieder seinem Vorschlag gefolgt sind und Julia Mester einstimmig zu seiner Nachfolgerin als Jugendleiterin wählten. Die 19-Jährige, die seit der Qualifizierung zur Trainerassistentin bereits seit mehreren Jahren das Training der Jugendgruppe maßgeblich mitgestaltet, freut sich über ihre neue Aufgabe. Bei den weiteren turnusmäßigen Wahlen wurden Ralf Reckersdrees und Marc Mester als zweiter und dritter Vorsitzender des Vereins einstimmig wiedergewählt.

Breit aufgestelltes Trainerteam

Der erste Vorsitzende und Segellehrer, Jan Müller, dankte zudem allen, die sich in der Segel-, SUP- und Motorbootpraxisausbildung des Vereins engagieren. So unterstützen ihn derzeit Ludger Brüggershemke und erstmals auch Andreas Reiß bei der Theorieausbildung, Marc Mester beim praktischen Segelunterricht und Ralf Seidel sowie Manuel Haverkamp übernehmen die praktische Motorbootausbildung. Der SUP-Bereich wird von drei Mitgliedern geleitet und das Jugendtrainerteam besteht derzeit aus vier Trainern.

Die weiteren Planungen des WWV sind ambitioniert. Eine Arbeitsgruppe arbeitet derzeit ein Konzept aus, mit dem der Verein voraussichtlich ab Mitte Mai sonntags ein Café-Angebot am Emssee ermöglich will. Eine weitere Arbeitsgruppe hat sich im Rahmen der Jahreshauptversammlung gegründet, um sich mit der Frage zu befassen, ob der WWV in Kooperation mit einem langjährigen Charterpartner eine eigene Vereinsjacht am Ijsselmeer betreiben könnte.

Geflüchtete Menschen im Bootshaus?

Zuletzt setzten die Mitglieder ein nicht unwesentliches Zeichen der Mitmenschlichkeit. Sie stimmten einstimmig dafür, dass der Verein, nach Klärung der nutzungsrechtlichen Erlaubnisse, geflüchtete Menschen aus der Ukraine im Bootshaus aufnimmt, wo im ersten Obergeschoss frisch renovierte Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

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