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Abgeordnete besuchen Josephs-Hospital

Bedarfsgerechte Versorgung sichern

Warendorf

Das Josephs-Hospital freute sich über prominenten Besuch aus dem Düsseldorfer Landtag. Daniel Hagemeier aus Oelde und Henning Rehbaum aus Albersloh waren zu Gast und informierten sich vor Ort.

wn

Besuch der Abgeordneten aus der Landeshauptstadt im Josephs-Hospital (v.l.): Michael von Helden, MdL Daniel Hagemeier und Henning Rehbaum sowie Peter Goerdeler. Foto: Josephs-Hospital

Die Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier aus Oelde und Henning Rehbaum aus Albersloh informierten sich jetzt über die aktuelle Situation im Warendorfer Josephs-Hospital. Die beiden Abgeordneten mussten wie alle Besucher zuerst den obligatorischen Antigen-Schnelltest absolvieren, um nach 15-minütiger Wartezeit „grünes Licht“ für den Zutritt ins Krankenhaus zu bekommen. Hagemeier zeigte sich beeindruckt, dass im Josephs-Hospital schon seit Anfang Januar täglich rund 350 Besucher und Sprechstundenpatienten getestet werden. „Durch diese Strategie können wir unseren Patienten weiterhin Besuche ermöglichen und mussten keine Besuchssperre aussprechen“, so Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler. Aktuell prüfe das Krankenhaus, die „Luca“-App zur Kontaktnachverfolgung einzusetzen. Hagemeier nannte die Maßnahmen beispielgebend für eine gut vorbereitete Öffnungsstrategie.

„Da bei uns mittlerweile fast alle patientennah tätigen Beschäftigten geimpft sind, können wir unseren Patienten eine höchstmögliche Sicherheit bieten“, erklärte Vorstand Michael von Helden. Gemeinsam appellieren die Gesprächspartner an die Bevölkerung, auf jeden Fall den Haus- und Facharzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen, wenn Erkrankungen oder Verletzungen vorlägen. Die Krankenhausvertreter informierten in diesem Zusammenhang darüber, dass die Zahl der bundesweit behandelten Schlaganfälle, Herzinfarkte und Krebstherapien in den vergangenen Monaten stark abgenommen hätte. Diese „gute“ Nachricht sei jedoch sehr trügerisch, weil sich Betroffene vielfach aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus nicht zum Arzt oder in das Krankenhaus trauten und die Folgen verspäteter Diagnostik und Therapie teilweise gravierend seien. Mit den umfassenden Hygienekonzepten brauche aber niemand Angst vor einer Ansteckung haben.

Hagemeier und Rehbaum informierten den Vorstand des Krankenhauses über die Gespräche auf Bundesebene, um den Krankenhäusern in Zeiten der Pandemie die dringend benötigte wirtschaftliche Sicherheit zu geben. Das Land NRW setze sich hierfür beim Bundesgesundheitsminister ein. Ein weiteres Thema war die Ausgestaltung des neuen Landeskrankenhausplans. Hier werde es zu einem Paradigmenwechsel kommen. Nicht mehr das Bett sei die entscheidende Planungsgröße, vielmehr werde das Land künftig spezielle Leistungsgruppen festlegen, die die Krankenhäuser erbringen dürfen. Diese würden mit Qualitätsvorgaben verbunden mit dem Ziel, in NRW eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit leistungsfähigen und wirtschaftlich selbstständigen Krankenhäusern zu erreichen, so Hagemeier, der auch Mitglied im Gesundheitsausschusses des Landtags ist.

Beide Abgeordneten versprachen, sich auch weiterhin für den Erhalt aller Krankenhäuser im Kreis Warendorf einzusetzen. Spätestens die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass eine lückenlose Versorgung notwendig sei. Goerdeler betonte, Vorstand und Kuratorium hätten in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und das Krankenhaus zukunftsfähig aufgestellt.

Der gerade eröffnete Anbau weise zudem in die Zukunft. „Die Zimmerqualität ist hervorragend, das zeigen uns die Ergebnisse der Patientenbefragungen. Die neue Intensivstation ist auch für Pandemien bestens ausgestattet und die neue Zentrale Notaufnahme ist technisch, räumlich und personell sehr gut aufgestellt und bietet für den Rettungsdienst kürzeste Wege.“

Henning Rehbaum interessierte sich besonders für die Verkehrsanbindung des Krankenhauses. Goerdeler und von Helden machten deutlich, dass insbesondere der weitere Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs ein wichtiges Thema für die Erreichbarkeit des Josephs-Hospitals sei. Der Abgeordnete für den Wahlkreis Warendorf Süd versprach, das Haus hierbei zu unterstützen.

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