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Online-Hoffnungslauf war voller Erfolg

Beeindruckendes Zeichen der Solidarität

Warendorf

Die Warendorfer laufen und laufen: Für die Aktion Kleiner Prinz sind rund 76 983 Kilometer über den Monat Mai zusammengekommen. Die Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz freut sich über all diese positiven Zeichen der Unterstützung.

Von und

Celina und Lana Biller aus den Klassen 2a und 4a der Bodelschwinghschule erliefen 473 Kilometer. Foto: Bodelschwinghschule

„Sagenhafte 76 983,64 Kilometer sind den ganzen Mai über von insgesamt 2 374 Läuferinnen und Läufern erlaufen worden – was für ein beeindruckendes Zeichen der Solidarität mit unserer Kinderhilfsorganisation und vor allem mit Kindern in Not!“, fasst Sylvia Oertker, Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz, das Ergebnis des Online-Hoffnungslaufs 2021 zusammen.

„Wir wussten zu Anfang ja gar nicht, wie die Menschen die Idee aufnehmen und umsetzen würden, zwar ganz real zu laufen, zu gehen, zu wandern oder zu joggen und ihr Ergebnis dann online zu melden.“ Das überwältigende Ergebnis gibt den Überlegungen der Planer recht, übertrifft ihre Hoffnungen deutlich. Unterwegs für den Kleinen Prinzen waren Einzelwanderer, Familien mit und ohne Kinderwagen oder Hund, zahlreiche Vereine, das Marienheim, Kindergärten, Schulen, oft mit beeindruckenden Laufergebnissen. Viele liefen an mehreren Tagen und lieferten ihr Ergebnis dann zusammengefasst beim Kleinen Prinzen ab. Durchschnittliche Laufleistung laut der exzellenten Statistik, die Helferin Barbara Zeitz täglich auf den neuesten Stand brachte: erfreuliche 32,43 Kilometer.

Berührende Rückmeldungen

Gesammelt wurden diese Strecken unter anderem in Warendorf und Umgebung, an der Werse, in Ostbevern, auf dem Stromberger Pflaumenweg, bei den Bruchhausener Steinen im Sauerland, auf der Wilhelmshöhe in Kassel, in Remscheid, in Brandenburg, am Ammersee, in München, in Griechenland und sogar in Atlanta, USA.

Eine der berührendsten Rückmeldungen erhielt die Kinderhilfsorganisation aus Freckenhorst, wo die Bärenkinder vor dem Pfingstfest mit ihren Erzieherinnen rund um den Schneckenberg unterwegs waren: „Den Geist Gottes spüren. Pfingsten nachempfinden beim Wandern mit den Kindern. Das war gut.“

„Wir haben 6647,77 Kilometer geschafft. Das hätten wir uns nie träumen lassen“, frohlockte Christel Kiffemeyer von der Freckenhorster KFD. Natürlich hatte die Frauengemeinschaft viele Unterstützer. „Besonders stolz sind wir auf die älteren Damen aus dem Kreuzkloster und dem Dechaneihof, die täglich durch den Apfelgarten oder durch Freckenhorst gelaufen sind. Einige berichteten, dass sie dadurch erst wieder richtig zum Laufen gekommen sind. Auch die Mail der Mutter von Alexander Peters hat uns berührt, da Alexander mit seinem Elektro-Rollstuhl im Mai 94 Kilometer durch Freckenhorst gefahren ist.“ Bei einer seiner Touren begleitete ihn Lars Kormacher über 8,64 Kilometer.

Abwechslung in der Pandemie

Auch die vierten Klassen der OGS der Everwordschule beteiligten sich am Lauf. 3471 Kilometer haben Kinder, Eltern und Lehrer der Bodelschwingh­schule im Mai für den guten Zweck zurückgelegt.

Am Hoffnungslauf beteiligt haben sich sich ferner 43 Mitarbeitende und Klientinnen und Klienten des Ambulant Betreuten Wohnens. Da in Zeiten der Pandemie die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sehr beschränkt waren, wie Leiterin Marlies Albersmann sagt, waren alle Teilnehmer froh über die Abwechslung und erliefen 281 Kilometer.

Unterwegs beim Hoffnungslauf: eine Gruppe des Ambulant Betreuten Wohnens. Foto: Ambulant Betreutes Wohnen

1 000 Kilometer werden von der Sparkasse Münsterland-Ost mit einem Euro pro gelaufenem Kilometer großzügig gesponsert und für Hilfsprojekte vor Ort eingesetzt, also zum Beispiel für die Zusammenarbeit mit der Caritas und dem Frauenhaus oder dem Bunten Kreis, der Eltern von frühgeborenen oder kranken Kindern unterstützt. Diese Marke, die eigentlich das Ziel der Aktion sein sollte, war allerdings schon zur Halbzeit erreicht. Trotzdem ließ die Laufbereitschaft nicht nach. „Viele Läuferinnen und Läufer wollten einfach ein Zeichen setzen: Wir unterstützen euch, auch wenn es dafür kein zusätzliches Geld gibt“, erklärt Sylvia Oertker. „Darüber haben wir uns sehr gefreut und fühlen uns ermutigt, ja aufgefordert, weiterzuarbeiten an regionalen, nationalen und internationalen Projekten. Sehr erfreulich ist außerdem, dass nun mehrere Laufgruppen und Einzelläufer spontan beschlossen, ihre eigene Laufleistung selbst zu sponsern. Wir danken für die Kinder in Not!“

Jutta Dorenberg (l.) aus Freckenhorst lief mit einer Freundin für den guten Zweck Foto: privat

Im Lauf der nächsten Wochen wird es wahrscheinlich möglich sein, Fotos von den verschiedenen Läuferinnen und Läufern und ihren Strecken in Schaufenstern der Innenstadt zu besichtigen. Informationen dazu demnächst in den Medien, auf der Homepage oder per Facebook.

Wer nachträglich den Online-Hoffnungslauf sponsern möchte, kann das tun unter:

DE46 4005 0150 0062 0620 62, Stichwort „Online-Hoffnungslauf“.

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