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DLRG 28. Internationaler Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen

Bekenntnis für weltoffenes Miteinander

Warendorf

Der Deutschlandpokal ist der Schlusspunkt der Rettungssportsaison – und dieser wird zum 28. Mal gesetzt und zwar mit sportlichen Wettkämpfen in der Sportschule der Bundeswehr. 180 Athleten aus sechs europäischen Nationen treten am Freitag und Samstag im sportlichen Wettkampf gegeneinander an.

Von Andreas Poschmann

Foto: Andreas Poschmann

„Wir sind seit mehr als drei Jahrzehnten stolz darauf, einen Teil zu diesem herausragenden sportlichen Wettkampf beizutragen“, sagte Bürgermeister Peter Horstmann am Donnerstagabend zur feierlichen Eröffnung des 28. Internationalen Deutschlandpokals im Rettungsschwimmen. Im Besonderen begrüßte der Bürgermeister dabei die neue Präsidentin der DLRG, Ute Vogt, die das Präsidium „in einer anspruchsvollen Zeit übernommen hat.“ Horstmann wies dabei unter anderem auf einen gravierenden Sanierungsstau in kommunalen Sportstätten hin, der durch die Energiekrise noch verschärft würde. „Der enorme Nachholbedarf bei Schwimmkursen kann durch Personalengpässe nur langsam aufgeholt werden.“ Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen hätten zudem deutliche Spuren im Vereinswesen und Ehrenamt hinterlassen und das unverzichtbare Miteinander stelle sich mancherorts nur zögerlich wieder ein. „Der Deutschlandpokal ist ein Beleg für die überaus vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der DLRG, der Sportschule der Bundeswehr und der Stadt Warendorf. Er ist vor allem ein Zeichen für Verständigung und Vielfalt, für Fairness im Wettkampf und ein klares Bekenntnis für ein wertschätzendes und weltoffenes Miteinander über alle Grenzen hinweg“, so Horstmann. In einer Zeit, die die europäische Gemeinschaft auf eine harte Probe stelle, seien Institutionen und Gesellschaft umso mehr aufgefordert, Krisen, Verunsicherungen und Entmutigungen nicht zur neuen Normalität werden zu lassen. „Wir sind aufgefordert, uns dafür zu engagieren, dass unser gesellschaftliches Miteinander weiterhin von Offenheit und Zuversicht geprägt bleibt.“

Bürgermeister Peter Horstmann begrüßte zur Eröffnung des internationalen DLRG Deutschlandpokals unter anderem Vertreter der Bundeswehr, des Stadtrates und der DLRG im historischen Rathaus. Foto: Andreas Poschmann Foto: Foto: Andreas Poschmann

Der Deutschlandpokal ist der Schlusspunkt der diesjährigen Rettungssportsaison. „Und das in der einmaligen Atmosphäre in Warendorf und in der Sportschule der Bundeswehr“, sagte DLRG Präsidentin Ute Vogt in ihrer Begrüßung. Sie dankte der Bundestrainerin Elena Prelle, „die einen großen Anteil an den Erfolgen in diesem Jahr hatte.“ Einen besonderen Dank richtete die Präsidentin auch an die Vertreter der Sportschule der Bundeswehr, Oberstleutnant Michael Wieger und Stabsfeldwebel Kerstin Stegemann.

Wie die Ortsgruppe Warendorf, stünden alle der rund 2000 DLRG Ortsgruppen in Deutschland aktuell vor großen Herausforderungen. Die Pandemie sowie geschlossene Schwimmbäder hätten dazu geführt, dass in den vergangen Jahren deutlich weniger Rettungsschwimmer ausgebildet werden konnten. Ebenfalls sei die Zahl der Kinder gestiegen, die im Grundschulalter nicht schwimmen könnten. In diesem Sinn warb Vogt um politische Unterstützung auf allen Ebenen, um Bäder weiter zu betreiben und die ausbildenden Vereine zu unterstützen. „Das gilt auch und vor allem in der aktuellen Energiekrise.“

Der neuen DLRG Präsidentin Ute Vogt überreicht der Bürgermeister einen Blumenstrauß. Foto: Andreas Poschmann Foto: Foto: Andreas Poschmann

Nach der Eröffnungszeremonie durch DLRG-Präsidentin Ute Vogt und Bürgermeister Peter Horstmann im Historischen Rathaus zogen die Athleten mit Fackeln auf dem historischen Marktplatz ein. 180 Athleten aus sechs europäischen Nationen treten am Freitag und Samstag im sportlichen Wettkampf gegeneinander an.

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