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Klimapilger sind in Polen gestartet

Bergfest am 22. September in Warendorf

Warendorf

Am 14. August sind Klimapilgernde in Polen aufgebrochen. Sie kommen am 22. September nach Warendorf und feiern hier ihr Bergfest.

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Christine Koopmann erhält den Pilgerstab vom Projektleiter des Klimapilgerweges, Thomas Kamp-Deister, zum Schluss des Aussendungsgottesdienstes in Zielona Góra.Die jüngste Klimapilgerin beim Start war Christine Koopmann aus Münster. Foto: Haus der Familie/Chris Böer

Der für den 22. September zum Bergfest in Warendorf erwartete fünfte Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ist am 14. August in Polen gestartet. Die Klimapilgernden sind mit dem Segen der polnischen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Polen und des Bischofs der Evangelischen Kirche in Brandenburg von Zielona Góra aufgebrochen. Zielona Góra heißt in deutscher Sprache Grüner Berg.

„Der jüngste Weltklimabericht hat uns erneut vor Augen geführt, dass uns für entschlossene Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels nicht mehr viel Zeit bleibt“, mahnte die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Manja Schüle in ihrem Grußwort. Der Umweltbischof der evangelischen Kirche Polens, Waldemar Pytel, und der Umweltbischof der katholischen Kirche in Polen, Tadeusz Litynski, haben im Rahmen des Auftakts des Klimapilgerwegs einen gemeinsamen ökumenischen Aufruf an Papst Franziskus auf den Weg gebracht. Sie verleihen darin ihrem Anliegen Ausdruck, bei der Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow die Bewahrung der Schöpfung sehr ernst zu nehmen.

Der Aufruf wurde von den Klimapilgernden unterschrieben. Denn die gerade scheinbar eingetretene Normalität nach den Pandemie-Lockdowns ist weiterhin gekennzeichnet durch einen exzessiven Ressourcenverbrauch, ein dramatisches, wenngleich stilles, millionenfaches Aussterben von Pflanzen und Tieren und eine beschleunigte Erhitzung der Welt infolge der Klimakrise. „Fachleute aus aller Welt sind sich einig, dass die nächsten zehn Jahre über die mittelfristige Zukunft der Menschheit auf dem Planeten Erde entscheiden können“ – mit diesen deutlichen Worten übergab der katholische Projektleiter des Klimapilgerweges, Thomas Kamp-Deister, Referent für Schöpfungsbewahrung im Bistum Münster, den Klimapilgerstab zum Abschluss des Aussendungsgottesdienstes an die jüngste Klimapilgerin beim Start, die 26-jährige Christine Koopmann aus Münster. So freuen sich besonders der Warendorfer Schulseelsorger Jens Hagemann und Stefanie Pfennig vom Haus der Familie mit ihrem gesamten Bergfest-Planungsteam auf die Ankunft von Christine Koopmann im Warendorfer Schulviertel. „Toll, was ihr da in Warendorf auf die Beine stellt“, gab diese bereits heute im direkten Austausch mit Jens Hagemann ihrer Begeisterung Ausdruck. Der von ihr mitgeführte Klimapilgerstab soll als Staffelstab die Pilgerreise die gesamten 1 450 Kilometer begleiten und am Ziel in Glasgow von den Menschen, die mitgewandert sind, Zeugnis ablegen für ihren überwältigenden Einsatz für mehr Klimaschutz und mehr Klimagerechtigkeit.

Auf dem Weg soll der Pilgerstab die Gespräche und die Begeisterung, die in den 77 Tagen in Polen, Deutschland, den Niederlanden, England und Schottland geweckt werden, als Zeichen der Kraft des Klimapilgerns stärken.

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