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Bürgermeister besucht MGW

Beschwerde per Brief auf Latein

Warendorf

Da seien die Römer, für ihre Zeit betrachtet, mit ihren Kanal- und Kommunikationssystemen auf einem besseren Stand gewesen, formulierten es die Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Beschwerde an den Bürgermeister Peter Horstmann. Darin zeigte sich die Schülerschaft des Lateinkurses in der Jahrgangsstufe zwölf des Mariengymnasiums enttäuscht über die eingeschränkten Möglichkeiten des digitalen Arbeitens an der Schule.

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Peter Horstmann (2.v.l.) legte dem Lateinkurs der Q2 die Schwierigkeiten dar, die einem schnelleren Internet am MGW im Weg stehen. Foto: MGW

Im Warendorfer Schulviertel wurden Glasfaserkabel verlegt. Auch am Mariengymnasium begleiteten die Arbeiten der Deutschen Glasfaser tagelang den Schulbetrieb. Doch die orangefarbenen Kabel, weithin auf ihren meterhohen Trommeln sichtbar, wurden nicht in die Schule selbst geschossen. „Wie es sich, zur Enttäuschung der Schule, herausstellte, arbeiteten die Männer der Deutschen Glasfaser in diesem Abschnitt nur, um die privaten Anlieger zu versorgen“, heißt es in einer Pressenotiz der Schule.

Brief auf Lateinisch an den Bürgermeister

Der Lateinkurs der zwölften Jahrgangsstufe (Q2) unter der Leitung von Gerold Paul nahm dies zum Anlass, in einem teilweise auf Lateinisch abgefassten Brief den Bürgermeister darauf hinzuweisen, wie schlecht der Internetanschluss der Schule sei. Langsames Arbeiten über die Kommunikationsplattform Microsoft Teams, Störungen bei Videokonferenzen, Ausfälle bei Mitteilungen über Vertretungsstunden seien zum Alltag geworden, teilte der Kurs dem Bürgermeister mit. Da seien die Römer, für ihre Zeit betrachtet, mit ihren Kanal- und Kommunikationssystemen auf einem besseren Stand gewesen, formulierten es die Schülerinnen und Schüler. Bürgermeister Peter Horstmann antwortete zunächst brieflich und informierte sich anschließend persönlich bei einem Besuch in der Schule umfassend über die alltäglichen Sorgen der Schülerinnen und Schüler. „Der Internetanschluss der Deutschen Glasfaser ist voraussichtlich erst 2023 fertiggestellt. Bis dahin soll die komplette WLAN-Technik des Mariengymnasiums ausgetauscht und jeder Unterrichtsraum mit einem WLAN-Access-Point ausgestattet werden“, kündigte Peter Horstmann an. Matthias Lohmann, Mitarbeiter bei der IT-Koordination für die Schulen der Stadt, erläuterte, wie auf diese Weise ein leistungsfähiges Netzwerk für beide Gymnasien und die Gesamtschule geschaffen werde, das auch die mobilen Endgeräte der Schülerinnen und Schüler aufnehmen kann.

Der Lateinkurs der zwölften Jahrgangsstufe (Q2) hat in einem teilweise auf Lateinisch abgefassten Brief den Bürgermeister darauf hingewiesen, wie schlecht der Internetanschluss der Schule sei. Foto: Foto: MGW

Letztlich wurden die Schwierigkeiten, die eine schnellere Umsetzung der Pläne verhindern, nachvollziehbar dargelegt, so dass beide Seiten, die Vertreter der Stadt und des Mariengymnasiums, nach diesem Besuch dankbar für die offenen Worte, die jahrelange Geduld der Schülerinnen und Schüler sowie mit etwas Hoffnung auseinandergehen konnten.

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