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DRK-Ortsverein Freckenhorst hilft im Ahrtal

Bevölkerung mit Strom versorgen

Freckenhorst

Der DRK-Ortsverein Freckenhorst war in der ersten Oktoberwoche im Ahrtal, um vor Ort zu helfen. Vor allem die Stromversorgung bereitet in vielen Gebieten noch Probleme.

Von Andreas Engbert

Andreas Engbert (l.) und Daniel Sackarend vom DRK Freckenhorst auf einem Weinberg oberhalb des Ahrtals. Foto: Andreas Engbert

Ein Einsatz, der viele Eindrücke hinterlässt: in der ersten Oktoberwoche waren mit Andreas Engbert und Daniel Sackarend zwei Mitglieder des DRK Ortsvereins Freckenhorst in der betroffenen Region der Flutkatastrophe im Juli in Rheinland-Pfalz im Einsatz. „Man sieht, dass schon unheimlich viel bewegt wurde – aber auch, dass noch viel Arbeit zu tun ist“, zeigen sich die beiden nach ihrem Einsatz noch immer beeindruckt von der Naturgewalt, den die Ahr, ein eigentlich kleines Flüsschen, im Ahrtal verursacht hat.

Von Koblenz aus koordiniert das Deutsche Rote Kreuz seine Hilfe, die nach wie vor in den von der Unwetterkatastrophe betroffenen Gebieten geleistet wird.

An vielen Orten stellt das Rote Kreuz die Stromversorgung da die reguläre Versorgung über Stromleitungen noch immer nicht überall gewährleistet ist. Stromerzeuger verschiedener Größen werden vom DRK betrieben.

Andreas Engbert

„Um 7 Uhr gab es Frühstück und danach haben wir direkt die Fahrzeuge vorbereitet und es ging in die Flutregion“, berichtet Engbert, dessen Aufgabe es war, mit einem Unimog zu den Aggregaten zu fahren und diese mit Treibstoff zu versorgen. Nicht alle Aggregate sind mit einem normalen Tankwagen zu erreichen, etwa Geräte in den Weinbergen entlang der Ahr. Daher wurde die Belieferung mit den geländegängigen Fahrzeugen durchgeführt.

Unterdessen verteilte Daniel Sackarend Hilfsgüter an die Betroffenen. Ob Kehrblech und Handschuhe, Getränke und Süßigkeiten oder Waschmaschinen und Trockner: Bedarfsgerecht werden die Artikel, die entweder gespendet oder von den Spendengeldern gezielt angeschafft wurden, in der Bevölkerung verteilt. Unter anderem lagen auf den sogenannten Versorgertouren die Verpflegungsstellen des Deutschen Roten Kreuzes aber auch die von Privatinitiativen initiierten Versorgungseinrichtungen. „Viele der freiwilligen Helfer waren schon öfter dort, um zu helfen. Sie haben das Gefühl, dort etwas Sinnvolles zu tun“, hat Sackarend festgestellt, dass bei vielen Menschen trotz aller Sorgen inzwischen auch Zuversicht für den Wiederaufbau und Dankbarkeit für die Unterstützung zu finden sei.

Natürlich lägen in der Situation auch schon mal die Nerven blank: „Da muss man mit etwas Rücksicht auf die Menschen zugehen und sich auch mal Zeit für ein Gespräch nehmen“, ergänzt Engbert. Im Bereitstellungsraum Koblenz waren die Freckenhorster DRKler zwei von gut 40 DRK-Einsatzkräften aus dem gesamten Bundesgebiet. Zur gleichen Zeit waren darunter einige Einsatzkräfte aus Beckum und Wadersloh in Koblenz. Zusätzlich sind aktuell noch viele weitere Ehrenamtliche im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz, beispielsweise in der Trinkwasserversorgung in den Gebieten, in denen die Leitungen noch nicht wiederhergestellt werden konnten.

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