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Vorbereitungen zur Ausstellung „Eine Stadt verändert ihr Gesicht“

Bilder als Zeugen der Zeit

Warendorf

Wie sich eine Stadt verändert, das wird deutlich in der neuen Ausstellung in der Ebbers-Galerie. Sie wird am 30. August eröffnet und bietet eine Zeitreise durch Warendorf.

Von Beate Trautner

Die Vorbereitungen zur dokumentarischen Ausstellung „Damals – Heute. Eine Stadt verändert ihr Gesicht“ in der Ebbers-Galerie sind in vollem Gange. Beate Trautner und Rudolf Berger sind mit viel Freude und Energie bei der Sache. Foto: privat

„Wir leben im Warendorf der Gegenwart, im Hier und Jetzt und das Tag für Tag. Aber häufig sinnieren wir über das, was war oder sorgen uns über das, was noch kommen wird. Vergangenes lässt sich nicht ändern, aber vielleicht Zukünftiges beeinflussen, wenn wir die Veränderungen von damals zu heute bildlich machen. Denn Bilder sagen doch oft mehr als tausend Worte.“: Mit diesen Gedanken hatten Beate Trautner und Rudolf Berger die Idee für die kommende Ausstellung „Eine Stadt verändert ihr Gesicht“ in der Ebbers-Galerie.

Die beiden haben unterschiedliche Ansätze, die sich in dem Projekt aber wunderbar ergänzen. Monatelang haben die beiden diskutiert, analysiert, fotografiert und ausprobiert. Nun dauert es nicht mehr lange, bis die fotografische Dokumentation präsentiert werden kann. Am Dienstag (30. August) um 11 Uhr ist es soweit.

„Alte“ Ansichten neu fotografieren

Basis der Überlegungen war die Sammlung Historischer Postkarten von Hans Rennemeier. Beate Trautner hatte die Aufgabe übernommen, die „alten“ Ansichten neu zu fotografieren und zwar, vom selben Standpunkt aus, wie der Fotograf oder der Zeichner der Postkarten damals. Ein schwieriges Unterfangen, wie sich für Trautner zeigen sollte. Denn manches Straßenbild ist nicht wiederzuerkennen, so stark haben sich Fassaden und Straßenverläufe geändert. Andere Standorte waren zwar zu ermitteln aber nicht mehr zu betreten, ohne sich in Gefahr zu begeben. Und an der Ems waren manche Ansichten gar nicht mehr zu übernehmen, da sie verschwunden sind.

Zu den einzelnen Bildpaaren hat Rudolf Berger im Anschluss kurze Begleittexte entwickelt, die über die Motive informieren, auf die Veränderungen eingehen und auf Besonderheiten aufmerksam machen. Außerdem gibt es ein Heft, das die Ausstellung in Bild und Text noch einmal Revue passieren lässt.

Vorrangiges Ziel der Ausstellung ist es, zur Diskussion anzuregen. Das ist Rudolf Bergers Anliegen für die Ausstellung. „Die Städte verändern sich in einem rasanten Tempo“, resümiert er und fragt sich: „Was wird aus der Urbanität unserer Stadt? Wer bringt in Zukunft Leben in die Innenstadt, wenn der Handel sich zurückzieht? Was können wir tun, damit Warendorfs Innenstadt ihre Individualität behält?“ Aber: „Lasst uns nicht ,zurückträumen‘ sondern Ideen nach vorne aufzeigen und entwickeln“, wünscht sich Berger.

Die Ausstellung ist eine Zeitreise durch das Warendorf vor mehr als 100 Jahren bis heute, mit dem Angebot einer Vision für die Zukunft.

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