1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. Breitensport wird groß geschrieben

  8. >

Warendorfer SU feiert ihren 50. Geburtstag

Breitensport wird groß geschrieben

Warendorf

Seit einem halben Jahrhundert steht die Warendorfer Sportunion für den Sport in Warendorf. Als WSU ist sie in vielen Sportarten zu Hause und vereint 15 Abteilungen sowie facettenreichen Breitensport unter einem Dach. Die WN haben einmal einen Blick in die Chronik geworfen.

Die Gründungsversammlung der Warendorfer Sportunion fand am 6. Juni 1972 im Kolpinghaus statt. Foto: WSU/René Penno

Die Warendorfer Sportunion feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Am 13. August (Samstag) findet das große Jubiläumsfest mit Party statt. Aber wie kam es eigentlich dazu, dass sich aus den bis dahin selbstständigen Sportvereinen die WSU bildete?

Als Gründungstag gilt der 6. Juni 1972, aber bevor sich der Turnverein Warendorf 1895, der Sportverein Warendorf 1911 und die DJK Westfalia Warendorf 1918 zu einem Großverein zusammenschlossen, gingen viele Verhandlungsrunden voraus.

Die ersten Fusionsgedanken entstanden Anfang der 70er Jahre. Es folgten zahlreiche Gespräche, die schließlich dazu führten, dass es in Warendorf zu einer „bedeutenden Wende im Sportleben“ kam, wie es der langjährige Vorsitzende Klaus-Peter Ottlik in der ersten Chronik des Vereins schrieb. Denn damals wurden am 6. Juni im Kolpinghaus aus ehemaligen Rivalen nun Teamkollegen und Freunde. Aus den damals knapp 2000 Mitgliedern in sieben Abteilungen wurden bis heute 4500, die sich mittlerweile auf 15 Abteilungen verteilen. Dabei gibt es auch abteilungsübergreifende Aktionen wie zum Beispiel den sonntäglichen Treff in den Wintermonaten, die Mini-Turnis und den Reha-Sport.

Der erste Präsident der neu gegründeten WSU wurde Dr. Hans Leimbach. Schon damals war Klaus-Peter Ottlik als Jugendleiter mit im Boot, der ab 1991 für 22 Jahre die WSU selbst als Präsident führte, ehe er 2013 vom heutigen Präsidenten Ralf Sawukaytis abgelöst wurde. Dessen erste Amtshandlung war es, Klaus-Peter Ottlik zum Ehrenpräsidenten zu ernennen.

Zu den Gründungsabteilungen gehörten 1972 natürlich Fußball, Handball, Leichtathletik, Turnen, aber auch Schwimmen, Tischtennis und Volleyball. Hinzugekommen sind im Laufe der Jahre Badminton, Basketball, Breitensport, Judo, Ju-Jutsu, Karate, Kegeln und Radsport. Abgerundet wird das Angebot der WSU durch verschiedene Kurse, die auch Nichtmitglieder gegen eine Teilnahmegebühr offenstehen. Vor allem der Breitensportgedanke wird in der WSU groß geschrieben und soll darum hier einmal besonders erwähnt werden.

In der Chronik zum 50-jährigen Bestehen wird dem Breitensport ein eigenes, großes Kapitel gewidmet. Das Angebot ist reichhaltig und richtet sich an alle Altersgruppen – vom kleinen Mini-Turni bis zum sportlichen Senior und zum Reha-Sport. Die Teilnahme der Kurse wird über die Zehner-Karte abgerechnet, so dass keine Mitgliedschaft in der WSU nötig ist. Wer häufig dabei ist, der kann das Spar-Abo „3 für 2“ buchen und damit eine Teilnahme kostenlos erhalten. Allerdings ist immer eine vorherige Anmeldung notwendig, und kostenlose Schnupperstunden sowie Quereinstiege sind jederzeit möglich.

Zum Breitensport zählt auch eine ganz besondere Gruppe mit Herren über 50 Jahren, die als „Turngruppe Männer Ü 50“, die bereits seit 1972 existiert und in diesen 50 Jahren nur drei Übungsleiter benötigte. Die Sportgruppe hat sich natürlich in dieser Zeit ständig gewandelt und besteht heute aus einer agilen Truppe von Männern zwischen 59 und 84 Jahren. Wie heißt es dazu in der WSU-Chronik: „In den wöchentlichen Sportstunden stimmt vor allem das soziale Miteinander.“ Letztlich geht es um die Freude am Sport, und dazu gehören auch Wanderungen, Radtouren und kulturelle Veranstaltungen.

Das altersgemäße Gegenstück sind die Mini-Turnis-Spielgruppen der WSU. Das Angebot richtet sich an Kleinkinder im Alter von 1,5 bis drei Jahren und besteht bereits seit mehr als 30 Jahren. Begonnen hat es Anfang der 90er Jahre, und Initiatorin war Irmgard Aller, denn damals fehlten Kindergartenplätze. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Gruppe weiter, und 2014 wurde auch das pädagogische Konzept verändert. Aus einer großen Gruppe mit 20 Kindern wurden zwei Kleingruppe mit jeweils zehn Kindern gebildet. Geturnt wird an drei Vormittagen in der Woche, und viele Kinder bleiben nach diesem Erstkontakt der WSU treu. Seit 2006 leitet Petra Kischel die Mini-Turnis-Spielgruppen.

Alle andere Abteilungen sind ebenfalls ausführlich in der großen WSU-Chronik aufgeführt. Dort wird deren Geschichte beleuchtet. Letztlich sind es die Mitglieder, die die Warendorfer SU tragen, und auf die ist Präsident Ralf Sawukaytis besonders stolz. „Denn sie sind Woche für Woche sportlich aktiv und füllen unseren Verein mit Leben“, schwärmt er im Vorwort zur Chronik und lobt das gesamte Team, denn in jeder Abteilung gibt es Ehrenamtliche, die sich im Vorstand engagieren oder als Freiwillige bei Veranstaltungen helfen. „Ohne Euch wären wir nicht da, wo wir heute stehen.“ Wie treu die Mitglieder sind und wie gut der Sportverein funktioniert, hat die Pandemie gezeigt. „Obwohl der Sport in der Pandemie zeitweise lahmgelegt war, sind uns unsere Mitglieder treu geblieben“, freut sich der WSU-Präsident. Und so präsentiert sich die WSU nicht nur in ihrer Chronik als sozial engagiert, am Breitsport orientiert, facettenreich und modern.

Startseite
ANZEIGE