1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. Bundeswehr - live, bunt und zum Anfassen

  8. >

Großveranstaltung der Streitkräfte mit Verteidigungsministerin

Bundeswehr - live, bunt und zum Anfassen

Warendorf

Bürgermeister Peter Horstmann sprach von einem „historischem Ereignis“ in Warendorf. Rund 15 000 Besucher hatte der Tag der Bundeswehr, der mit den Deutschen Reservistenmeisterschaften ausgerichtet wurde angezogen. Auch Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht war vor Ort. Und sie erläuterte, dass der Bund nicht nur 100 Milliarden Euro in die Bundeswehr investieren wird, sondern sie kündigte auch Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro in die Sportschule der Bundeswehr an.

Von Stephan Ohlmeier

Der Puma Panzer war für viele Besucher eines der Highlights auf dem Tag der Bundeswehr. Foto: Stephan Ohlmeier

Der Tag der Bundeswehr und die Deutsche Reservistenmeisterschaft haben am Samstag rund 15000 Besucher auf den Warendorfer Lohwall gelockt. Den ganzen Tag über hatten Jung und Alt die Möglichkeit, Einblicke in den Alltag der Streitkräfte zu gewinnen und vom „Puma“ bis zur „Robotik“ das gesamte Spektrum der Bundeswehr zu erleben.

Das Motto des Tages lautete „Wir sind da“. Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte die Bundeswehr die Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Bundeswehr und Gesellschaft, die gehören untrennbar zusammen, ein ganz enges Band verbindet uns“, sagte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht bei der offiziellen Eröffnung. Vor allem in Warendorf spüre man dieses gelebte Miteinander.

(v. l.) Bürgermeister Peter Horstmann, Bundesverteidigungsministerin Christine Lambert, der Präsident des Deutschen Reservistenverbandes Prof. Dr. Patrick Sensburg und Landrat Dr. Olaf Gericke. Foto: Foto: Stephan Ohlmeier

Der Ministerin war es vor allem ein Anliegen, die Streitkräfte als „unglaublich hochqualifizierte, engagierte und auch kreative Menschen“ zu loben. Damit diese auch künftig ihrer Kernaufgabe – der Landes- und Bündnisverteidigung – gerecht werden könnte, werde die Bund 100 Milliarden Euro in die Bundeswehr investieren. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg forderte Lambrecht zugleich: „Wir müssen notfalls bereit sein, unsere Werte auch militärisch zu verteidigen.“

Vertreter aller Stadtratsfraktionen begleiteten die Bundesverteidigungsministerin bei ihrem Rundgang über den Lohwall. Foto: Foto: Stephan Ohlmeier

Derweil sprach Bürgermeister Peter Horstmann von einem „für unsere Stadt fast schon historischen Tag“. Für Warendorf sei es eine besondere Ehre, den Tag der Bundeswehr ausrichten zu dürfen. Insofern lud er die Verteidigungsministerin ein, sich in das goldene Buch der Stadt Warendorf einzutragen.

Auf dem Veranstaltungsgelände hatten Jung und Alt die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Großorganisation „Bundeswehr“ zu blicken und sich über die Fähigkeiten, die Ausrüstung und die Menschen zu informieren – live, bunt und zum Anfassen. Den ganzen Tag über präsentierten sich die rund 1500 Mitwirkenden. Es gab nicht nur Gelegenheit, sich den Schützenpanzer Puma, den Spähwagen Fennek oder den Transportpanzer Fuchs anzuschauen, sondern auch mit den Streitkräften ins Gespräch zu kommen oder den Diensthunden der Bundeswehr bei ihrer Arbeit zuzusehen. Im Tiefflug über Warendorf flog das neue Transportflugzeug A400M.

Wer immer schon einmal Wasser aus der Ems trinken wollte, wartete die Reinigung durch die Bundeswehr ab. Außerdem konnte in einem Hubsteiger des Dienstleistungszentrums der Bundeswehr das gesamte Gelände überblickt werden. Musikalischer Höhepunkt des Tages war das Konzert des Luftwaffenmusikkorps Münster unter der Leitung von Hauptmajor Alexander Kalweit, das erst nach wiederholter Zugabe von der Bühne gehen durfte.

Die stellvertretende Kommandeurin der Bundeswehrsportschule Warendorf Kerstin Stegemann (l.) und ihr Team präsentierten sich auf dem Lohwall. Foto: Foto: Stephan Ohlmeier

Bereits am Nachmittag hatte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht Warendorf als einen „tollen Gastgeber“ gelobt und Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro in die Sportschule der Bundeswehr angekündigt. Konkrete Projekte nannte sie trotz Nachfrage nicht. Die Reservisten bezeichnete sie als „wichtiges Rückgrat unserer Bundeswehr“, auf die nicht zu verzichten sei. Für erhebliche Kritik unter den zahlreichen Medienvertretern – darunter das „New York Times Magazine“ und die „Heute Show“ – sorgte, dass die Ministerin lediglich drei Fragen zuließ und kein Statement zur aktuellen Lage in der Ukraine abgab. Wichtiger war der Ministerin die Botschaft, dass die Bundesregierung ihre Streitkräfte wertschätzt und in deren Einsatzfähigkeit investiert.

Startseite
ANZEIGE