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Infostand zum Thema Landesgartenschau

Bürger haben viele gute Ideen

Warendorf

Die Landesgartenschau 2026, um deren Ausrichtung sich die Stadt Warendorf bewerben will, war Thema eines Info-Standes, mit dem Pascale Kaell und André Auer am Samstag in der Innenstadt standen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung registrierten ein reges Interesse der Bürger und führten viele Gespräche.

Von Christopher Irmler

Nach etwas mehr als zwei Stunden, in denen André Auer beispielsweise mit Ann-Claire Gerbaulet (kleines Foto) über Vorschläge zur Erweiterung des Laga-Geländes gesprochen hatte, zoge ner und Pascale Kaell, Mitarbeiterin des Bauamtes, ein positives Fazit. Foto: Christopher Irmler

Ob die Stadt Warendorf Ausrichter der Landesgartenschau 2026 wird, steht noch in den Sternen. Die Bevölkerung zumindest ist sehr interessiert, wie am Samstag klar wurde. Gemeinsam standen die städtischen Mitarbeiter Pascale Kaell und André Auer den Passanten Rede und Antwort und sammelten zugleich zahlreiche Anregungen. „Wir bekommen viel Zuspruch und spannende Vorschläge“, freut sich Auer. Allerdings gehe es in diesem ersten Schritt lediglich um die Beteiligung der Bevölkerung am Bewerbungsprozess. Sollte die Stadt den Zuschlag erhalten, würde auch die Bevölkerung nochmals eingebunden.

Viele äußerten zudem die Hoffnung, das Motto „Geschichte erhalten, Zukunft gestalten“ könne auch Bewegung in Sachen Brinkhaus-Brache bringen. „Es kommen viele gute Ideen“, sagt Auer und zeigt auf zahlreiche ausgefüllte Karten mit Denkanstößen. Neben mehr Bänken und Spielfeldern für Sport wünschen sich die Teilnehmer ein Freilichttheater, einen Barfuß-Wanderweg oder eine Fontäne im See. Andere stellen die Themen Inklusion und Barrierefreiheit in den Mittelpunkt. Auch ein „Zurück zur Natur“ wird als wünschenswert erachtet.

Mancher Passant denkt weit über die Gartenschau hinaus und fordert eine radikale Verkehrswende – verbunden mit dem Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit und E-Mobilität. Die Stadt müsse mindestens die anderen Kommunen des Kreises mit ins Boot holen, um etwas Großes zu schaffen. Dann müsse das Einzugsgebiet bis in die nächsten Großstädte Münster, Osnabrück, Bielefeld, Gütersloh und das Ruhrgebiet erweitert werden. Auer nickt, bremst die Euphorie jedoch auch ein Stück weit. Und dennoch sei der Ansatz, „größer“ zu denken, spannend.

Warendorf, so der Tenor, habe auch touristisch ein immenses Potenzial. Dem pflichtet Auer bei. „Es ist schon besonders: Das Gelände der Laga befindet sich direkt neben der Altstadt. Man könnte also das gesamte Gebiet entwickeln.“

„Es gibt einige, wenige Leute, die den ‚Zirkus‘ nicht in Warendorf haben wollen. Das gehört auch zur Wahrheit dazu. Man muss auch die geäußerten Sorgen ernstnehmen“, so Auer. Die meisten Kritiker befürchteten ein „zweites Oelde“, sprich: eine dauerhafte Einzäunung des Laga-Geländes – verbunden mit der Erhebung von Eintrittspreisen. „Da können wir die Menschen beruhigen. Die Politik möchte das nicht“, verweist Kaell auf die politischen Vertreter. Für den Zeitraum einer Gartenschau müssten allerdings zentrale Bereiche eingezäunt werden, betont Auer. „Anders geht das gar nicht.“

Die Frage nach den Kosten bewege die Menschen hingegen kaum. Schließlich sei im Falle einer positiven Bewerbung mit zahlreichen Landes-Fördermitteln zu rechnen. Die Landesgartenschau könne eine große Chance für Warendorf sein, schlussfolgert Auer.

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