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Radverkehrskonzept für Freckenhorst und Hoetmar

Bürgerradweg viel zu schmal

Freckenhorst/Hoetmar

Der Bürgerradweg zwischen Freckenhorst und Hoetmar ist einer der zentralen Punkte im Radverkehrskonzept. Der Radweg entlang der L 547 ist viel zu schmal und zu gefährlich. Eine Verlagerung auf die Westseite könnte eine Lösung sein.

Von Ulrich Lieber

Der Bürgerradweg zwischen Freckenhorst und Warendorf auf der L 547 ist viel zu schmal. Vor allem im Begegnungsverkehr zwischen Radfahrern aus unterschiedlichen Richtungen kann es zu Problemen kommen. Möglich wäre eine Verlagerung auf die Westseite. Foto: Ulrich Lieber

Um den Fahrradverkehr in Warendorf und den Ortsteilen zu stärken, ist ein Radverkehrskonzept entwickelt worden. Diplom-Geograf Jens Westerheider stellte am Mittwochabend im Bezirksausschuss die wichtigsten Faktoren für Freckenhorst und Hoetmar vor.

Eine ganz wichtige und viel genutzte Verbindung für den Radverkehr ist der Bürgerradweg auf der L 547 zwischen Warendorf und Freckenhorst. Sie ist zum einen Bestandteil des Veloroutennetz des Kreises und zum anderen eine Hauptroute der Stadt und hat für den Alltagsverkehr eine herausragende Bedeutung. Die derzeitige Lösung, die den Radweg auf der Ostseite mit einer Breite von zwei Metern für beide Richtungen bietet, ist deutlich zu schmal und liegt unter den geforderten Mindestbreiten sowohl der Straßenverkehrsordnung als auch den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA).

Jens Westerheider

„Es gibt noch viele Fragezeichen“, gestand Westerheider, der zwei Varianten ins Spiel brachte, die innerhalb der bestehenden Fahrbahn mit einer Breite von 6,30 Metern möglich wären. Hier seien allerdings noch besondere Messungen notwendig. Um die Breite das Radweges auf 2,50 Meter zu erhöhen – ideal wären drei Meter – müssten Bäume gefällt werden. Die zweite Variante ist eine Verlegung des Radweges auf die Westseite, ebenfalls mit 2,50 Metern Breite, allerdings sei dabei noch nicht klar, inwieweit in den Graben eingegriffen werden müsste. „Das ist die Variante, die am ehesten die Chance auf eine Umsetzung hätte“, meinte Westerheider.

Ideale Lösung wäre eine räumliche Trennung von der L 547 

„Ein Radweg hinter der Baumreihe würde der Sache mehr gerecht werden“, sagte Baudirektor Peter Pesch. In der Vergangenheit konnte aber der erforderliche Grundbesitz nicht erworben werden.

Von der Feidiekstraße bis ins Schulviertel schlägt Jens Westerheider eine Fahrradstraße vor, die den Radfahrern Vorrang gewährt. Diese soll entsprechend farblich gekennzeichnet werden, um die Akzeptanz bei allen Verkehrsteilnehmern zu erhöhen. Die Freckenhorster Ortsdurchfahrt bietet aufgrund ihrer Enge wenig Möglichkeiten, so dass Radfahren hier unangenehm und gefährlich bleiben wird.

Ortsdurchfahrten besonders im Blick

Für Hoetmar sind vor allem die Ortsdurchfahrten zu betrachten. Hier fehlen Querungshilfen und es gibt Lücken im Radwegenetz. Eine besondere Bedeutung für den Alltagsradverkehr hat die Verbindung Dechant-Wessing-Straße bis Lindenstraße. Im erarbeiteten Konzept wird der Radverkehr in Fahrtrichtung Nordwest (Hoetmar) ab Ortseingang auf einem 1,50 bis zwei Meter breiten Schutzstreifen geführt. In Fahrtrichtung Südost (Richtung Ennigerloh) wird der Verkehr im Mischverkehr geführt. Diese Führung soll durch eine Piktogrammspur kenntlich gemacht werden.

Insgesamt stellte Jens Westerheider eine Reihe von Maßnahmen für beide Ortsteile vor. „Mit einigen Maßnahmen sind wir nicht einverstanden, darum habe ich Schwierigkeiten, dem zuzustimmen“, sagte Martin Richter (CDU). Nach einer kurzen Diskussion wurde das Radverkehrskonzept vom Bezirksausschuss abgesegnet, da jede Maßnahme noch im Einzelnen besprochen werden kann.

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