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„Essbare Stadt“ soll auch in den Ortsteilen zum Naschen einladen

Bürgerstiftung sucht Flächen für Themengärten

Freckenhorst

Die Essbare Stadt der Bürgerstiftung soll sich nicht auf die Kernstadt beschränken. Auch in den Ortsteilen soll es bald Hochbeete geben, die die Bürger zum Pflanzen, Hegen und Pflegen und zum Naschen einladen. Konkrete Pläne gibt es bereits am Dechaneihof St. Marien.

-jb-

Andreas Schmidt (l.), Leiter des Dechaneihofes, und Kira Neuhaus, Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes, freuen sich, dass in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung ein Teil des Parks in das Projekt Essbare Stadt integriert wird. Hubert Schulze Althoff, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, überbrachte symbolisch schon einmal Kräuter für die im Frühjahr zu errichtenden Hochbeete. Foto: Joke Brocker

Ihr Projekt „Essbare Stadt“ möchte die Bürgerstiftung nicht auf die Innenstadt konzentrieren, sondern auch auf die Ortsteile ausdehnen. Das betonte Hubert Schulze Althoff, neues Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, als er am Mittwoch Kira Neuhaus, Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes im Dechaneihof St. Marien, und Einrichtungsleiter Andreas Schmidt ein Kästchen mit Kräutern und Erdbeeren überreichte. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was im Park des Seniorenheims entstehen soll.

Im kommenden Frühjahr werden hier zwei Hochbeete geschaffen, in denen Erdbeeren, Tomaten und Kräuter zum Naschen einladen sollen. Geplant seien der Bau eines mit Rollstühlen unterfahrbaren Hochbeetes und eines Kinderbeetes, berichtete Kira Neuhaus von ersten Vorgesprächen mit Georg Drees, Beisitzer in der Bürgerstiftung. Drees habe zugesagt, die Bausätze zu besorgen und suche nun Mitstreiter, die beim Bau der Hochbeete helfen.

Sobald es ans Pflanzen und an die Pflege von Obst, Gemüse und Kräutern geht, ist jede helfende Hand willkommen. Neben den Bewohnern des Dechaneihofes sollen die Kinder aus der U-3-Betreuung der Tagespflege „Poggen & Pöggskes“ angesprochen werden. „Alt und Jung zusammen, das ist eine gute Sache“, ist Hubert Schulze Althoff überzeugt.

Weil das Projekt „Essbare Stadt“ zum Projekt „ZuM“ (Zusammen und Miteinander) passt, einem Teilhabeangebot für Senioren, mit dem der Soziale Dienst des Dechaneihofes alle Freckenhorster Senioren ansprechen möchte, sind auch sie ausdrücklich zum Pflanzen, Hegen, Pflegen und natürlich zum Ernten eingeladen.

Sollte in den übrigen Ortsteilen Interesse daran bestehen, Hochbeete anzulegen oder Obstbäume zu pflanzen, sei die Bürgerstiftung über ihre Homepage buergerstiftung-warendorf.de telefonisch oder per Mail erreichbar, versicherte Schulze Althoff.

Die Stiftung suche zudem Flächen für Themengärten. Gerade vor dem Hintergrund der Bewerbung um die Landesgartenschau, eigentlich ein Festival für Blumenliebhaber, könnte beispielsweise Lavendel- oder Dahliengärten die Attraktivität der Ortsteile erhöhen und Besucher anziehen, findet Hubert Schulze Althoff. Ein Flyer könnte ihnen den Weg durch die „Essbare Stadt“ weisen. „Rasen haben wir ja genug“, signalisierte Andreas Schmidt sogleich Interesse an einem Themengarten auf dem Gelände des Dechaneihofes.

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