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Krankenhaus-Besucher müssen ab 8. April fürs Parken zahlen

Car-Sharing und Umstieg aufs Rad

Warendorf

Kein Aprilscherz. Ab dem 8. April wird das Parken auf dem Parkplatz des Josephs-Hospitals gebührenpflichtig. Besucher und Patienten zahlen dann für jede angefangene Stunde einem Euro, die erste halbe Stunde ist kostenlos.

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Noch sind die Parkscheinautomaten verhüllt: ab dem 8. April Foto: Joachim Edler

Wer einen Angehörigen im Warendorfer Krankenhaus besuchen will und mit dem Auto kommt, muss ab dem 8. April ins Portemonnaie langen, um die Parkgebühren zu begleichen.

Kein Aprilscherz. Ab dem 8. April wird das Parken auf dem Parkplatz des Josephs-Hospitals gebührenpflichtig. Besucher und Patienten zahlen dann für jede angefangene Stunde einem Euro, die erste halbe Stunde ist kostenlos. Für längere Aufenthalte gibt es vergünstigte Tarife, der Tageshöchstsatz beträgt sechs Euro, das Wochenticket 35 Euro.

Die Parkgebühren können an insgesamt vier Parkscheinautomaten in bar oder mit einer Bankkarte entrichtet werden.

„Autofahrer ohne gültiges Parkticket müssen in den ersten Wochen noch keine Sanktionen fürchten“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Peter Goerdeler.

„Den April werden wir nutzen, um unsere Besucher und Patienten auf die neue Situation hinzuweisen und über die Parkgebühren zu informieren. Ab Mai wird dann das Ordnungsamt der Stadt Warendorf den Parkplatz regelmäßig kontrollieren.“

Die Beschäftigten des Krankenhauses bleiben von der Gebührenpflicht ausgenommen und erhalten in den nächsten Tagen entsprechende Parkausweise.

„Wir werden die Anzahl der Mitarbeiterparkplätze aber mittelfristig begrenzen müssen und nehmen zeitnah Kontakt zu unserem Betriebsrat auf, um gemeinsam Konzepte zu erarbeiten, wie wir zum Beispiel unseren Mitarbeitern den Umstieg auf das Fahrrad oder auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern können. Außerdem planen wir nach der Coronazeit Car-Sharing-Konzepte, bei denen Kollegen gemeinsam zur Arbeit fahren und dafür jeweils nur ein Fahrzeug nutzen.“

Goerdeler und sein Vorstandskollege Michael von Helden nennen mehrere Gründe für die Bewirtschaftung: Insbesondere versprechen sich die Krankenhauschefs eine Entspannung bei der Parkplatzsuche, da der Klinikparkplatz in den letzten Jahren zunehmend auch von Fremd- und Langzeitparkern genutzt werde, die das Josephs-Hospital ar nicht aufgesucht hätten.

Die Bewirtschaftung erfülle somit auch eine Steuerungsfunktion hinsichtlich der ohnehin sehr knappen Parkressourcen. Ein weiteres Ziel sei die Generierung von Einnahmen, die auch zur Finanzierung neuer Parkmöglichkeiten dienten.

Die beiden Vorstände sind sich bewusst, dass niemand gerne Parkgebühren zahlt. „Wir haben uns als fast letztes Krankenhaus in der Region zur Bewirtschaftung unseres Parkplatzes entschlossen. Dabei stand von vornherein fest, dass wir die Parktarife mit Augenmaß kalkulieren und unseren Besuchern und Patienten auch zukünftig ermöglichen wollen, in angemessener Zeit und zu angemessenen Kosten einen Parkplatz bei uns zu finden.“

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