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NRW-Landgestüt Warendorf öffnet Türen

Chillen und Quadrillen

Warendorf

Am frühen Sonntagnachmittag waren 1800 Besucher gezählt. Damit hatte niemand gerechnet.

Von Jörg Pastoor

Rund um die Paradox-Statue auf dem Rondell des Landgestüts war den ganzen Sonntag über etwas los. Vor den Theken für Getränke und Speisen bildeten sich lange Schlangen.Morgens und zwei Mal am Nachmittag gab es verschiedene Schaubilder auf dem großen Paradeplatz. Schon zur zweiten Vorführung waren rund 1800 Besucher beim Tage der offenen Tür gezählt worden.Die Liegestühle auf dem Rondell waren selten leer. Durch den regelmäßigen Wechsel gab es selten längere Wartezeiten.Die auf dem Standort des abgebrannten Heulagers entstandene Reithalle gehörte zu den gefragteren Schauplätzen. Foto: Jörg Pastoor

Stallduft in der Nase, ein Eis in der Hand oder lieber Pommes „mit“ zwischen den Zähnen? Der Tag der offenen Tür im NRW-Landgestüt bot alles das. Vor allem sorgte das warme, spätsommerliche Sonnenwetter für entspannte Stimmung in und zwischen den historischen Mauern.

Gleich zu Beginn bildeten die Besucher Schlangen vor dem Haupttor, das die Besucher nur mit entsprechenden 3G-Nachweisen passieren konnten. Was soll‘s – das kennt ja inzwischen jeder, ist kein Aufreger mehr.

Claudia Körk

Was sonst – vor der Pandemie – der Familientag war, das hatten Cordula Föhlinger und ihr Team diesmal als Tag der offenen Tür planen. Fast eineinhalb Jahre ohne die Möglichkeit, sich der Bevölkerung zu zeigen, war vor drei, vier Monaten noch nicht klar, in welchem Umfang das zu Beginn der vierten Corona-Infektionswelle klappen könnte.

Entsprechend zufrieden waren Föhlinger und ihre Kollegen, als im Gegensatz zum Samstag der Sonntag gleich morgens Sonne satt mitbrachte. Im Innenbereiche zwischen dem Leitungsgebäude und den Stallungen gab es Kaffee, Waffeln und Kuchen (von Mitgliedern der Aktion Kleiner Prinz), Getränke, Eis und Pommes&Co. waren ebenso gefragt. Auf der von der Stadt zur Verfügung gestellten Bühne las Autorin Anja Stroot aus den „Münsterland-Detektiven“, spielte Saxophonist Tino Ludwig live.

Auch Claudia Körk vom Tourismusbüro war hochzufrieden. „Das ist viel besser, als wir uns erhofft hatten. Wir haben bei den Führungen auch viel mehr Menschen als erwartet.“

Erste Öffentlichkeitsveranstaltung seit Pandemiebeginn

Obersattelmeister Georg Frerich und Hannes Müller, Ausbildungsleiter der Deutschen Reitschule, präsentierten während der drei verschiedenen Schaubilder mit Tieren und Reitern in unterschiedlichen Anspannungsarten, Disziplinen und Quadrillen das Leistungsspektrum der in das Gestüt integrierten Schule mit ihren etwa 50 Lehrpferden verschiedener Rassen.

Müller freute sich darüber, das hohe Leistungsniveau endlich wieder vor Publikum zeigen zu können und machte diese Freude auch bei den Tieren aus und forderte das Publikum auf, ruhig Applaus für Pferde, Reiter und Kutscher zu spenden. Das fiel ihnen leicht.

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