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Betreiber des City Pubs hören auf

Die nächste Kultkneipe in Warendorf macht dicht

Warendorf

Die nächste Kultkneipe in Warendorf schließt ihre Pforten. Der City Pub macht dicht. Grund sind nicht die fehlenden Gäste, sondern illegal errichtete Gebäudeteile und Unstimmigkeiten zwischen Betreiber, Vermieter und der evangelischen Kirche.

Von Jonas Wiening

Das City Pub an der Brünebrede 1 ist seit Jahren eine beliebte Kneipe für alle Generationen. Am 19. Mai ist aber Schluss. Die Betreiber hören auf. Foto: Joachim Edler

Die nächste Kultkneipe in Warendorf schließt ihre Pforten. Der City Pub macht dicht. Grund sind nicht die fehlenden Gäste, sondern illegal errichtete Gebäudeteile und Unstimmigkeiten zwischen Betreiber, Vermieter und der evangelischen Kirche.

Im Rahmen des Abrisses ihres Gemeindesaals hatte die Gemeinde, Nachbar des Pubs, bekanntlich vor einigen Monaten festgestellt, dass große Teile der Küche und die Außenmauer der Kneipe auf ihrem Grundstück steht. Es kam heraus, dass der damalige Besitzer des Gebäudes Brünebrede 1 vor Jahrzehnten illegal Gebäudeteile errichtet hat. Ein Umstand, der jetzt zu Unstimmigkeiten und nach Aussage der Betreiber des City Pubs für unmögliche Voraussetzungen für den Weiterbetrieb der Kneipe sorgt.

Ordnungsbehördliches Verfahren läuft

Da die Mauer und Teile der Räumlichkeiten ohne Genehmigung erbauten worden waren, hatte das Bauamt der Stadt ein ordnungsbehördliches Verfahren angeordnet. Es gibt eine Verfügung, dass die Nutzung der illegal errichteten Gebäudeteile zunächst untersagt wird. Zu laufenden Verfahren dürfe das Amt aber keine Auskunft geben, heißt es von der Stadt. Trotzdem stellt Doris Krause, Sachgebietsleitung Stadtplanung und Bauaufsicht klar und appelliert: „Ich würde mir wünschen, dass sich die Beteiligten (Anm. d. Red.: Vermieter und evangelische Kirchengemeinde) an einen Tisch setzen und reden. Dann ließe sich das Problem aus der Welt schaffen.“

Doris Krause, Sachgebietsleitung Stadtplanung und Bauaufsicht

Der aktuelle Betreiber Igor Nedimovic, der die Kneipe erst vor drei Monaten vom langjährigen Wirt Zdravko Jozic übernommen hat, sieht sich allerdings zu vielen Ungewissheiten ausgesetzt. Bei einem Abriss oder Umbau der illegal errichteten Mauer und der Küche würde ein Teil der Fläche des Biergartens sowie Lagerfläche wegfallen. Ein möglicher Umstand, der nach Aussagen des Pächters Gäste und Einnahmen kosten würde. Außerdem sei es unsicher, ob es für die neuen Gegebenheiten überhaupt eine Konzession gäbe. Und das alles sei nicht mehr tragbar.

Kneipenbetrieb im City Pub noch bis zum 19. Mai

Der Betreiber des City Pubs beteuert, dass er viele Gespräche mit den unterschiedlichen Parteien geführt habe. Er habe sich aber jetzt dazu entschieden, den Pachtvertrag zu beenden und die Kneipe zu schließen. Mit dem Vermieter sei man zur Einigung gekommen, dass Igor Nedimovic den Betrieb noch bis zum 19. Mai weiterführt. Danach ist dann Schluss im City Pub.

Der Vermieter sagt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass er alles daran setze, das Problem zu lösen, und dass der Kneipenbetrieb nach seinem Wunsch auf jeden Fall mit neuen Betreibern weitergeführt werden solle. Details nannte er nicht.

Der Pub ist nicht die erste Kneipe, die aufgrund von Unstimmigkeiten mit den Nachbarn schließen musste. Das „Mr. Ed´s“ musste vor einigen Jahren schließen, weil es Streit um die Lautstärke der Kneipe gegeben hatte. Außerdem haben weitere Gaststätten wie „Middendorf“ oder „Darup“ geschlossen.

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