1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. Danzigs Historie auf der Spur

  8. >

Warendorfer unternehmen gemeinsame Studienreise

Danzigs Historie auf der Spur

Warendorf

Diese Reise hat bei allen Teilnehmenden tiefe Eindrücke hinterlassen. Der geläufige Titel Danzigs als „Königin der Ostsee“ wurde für die Reisegruppe bestätigt – neben der Besichtigung zahlreicher Sehenswürdigkeiten kam auch der Austausch vor Ort nicht zu kurz.

Blumen für Generalkonsulin Cornelia Pieper (3.v.l.): Über die Zusammenkunft freuen sich Wolfgang Nitschke, Marcel Pauls (neuer Bundesvorsitzender des Bundes der Danziger) sowie Magdalena Oxfort (Kulturreferat Westpreußen, Posener Land, Mittelpolen), Kultur Attaché Generalkonsulat Danzig Jörg Fahland und Roswitha Möller.

Die Beschäftigung mit der tausendjährigen Historie der Stadt Danzig stand im Fokus einer Studienreise.

Das Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen gemeinsam mit Mitgliedern des Fördervereins Kulturgut Franziskanerkloster Warendorf, Multiplikatoren und ehrenamtlich tätige Bürger des Ostviertels aus Warendorf waren vor Ort in Danzig der Geschichte Danzigs auf der Spur – dabei halfen unter anderem Besichtigungen von Museen, Kultur- und Architekturdenkmäler.

„Begleitet wurden die Reiseteilnehmer von den jeweiligen Leitern dieser Institutionen sowie den Kustoden der Museen, die mit Führungen und exklusiven Rundgängen – auch außerhalb der üblichen ‚touristischen‘ Perspektiven – einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Danziger Baudenkmäler gegeben haben“, heißt es einer Reisebilanz. Neben den Besuchen des Artushofes, des Uphagenhauses, des Alten Rathauses am Langen Markt sowie des Nationalmuseums hat die Führung durch das neu eröffnete Bernsteinmuseum einen Höhepunkt der Reise gebildet, das im Jahr 2021 aus dem Stockturm und der darin befindlichen Peinkammer in die hierfür umgebaute sowie sanierte Alte Mühle umgezogen ist.

Einen weiteren wichtigen und aktuellen Aspekt hat die Auseinandersetzung mit den Themen Heimat, Flucht und Vertreibung eingenommen. Hierzu haben die Teilnehmer im Rahmen des Archivierungs- und Digitalisierungsprojekts „Erinnerungen an Danzig“ die Erlebnisgeneration in Danzig getroffen.

Während dieses Projektes haben Gesprächsrunden und Diskussionen mit der Danziger Deutschen Minderheit in Begleitung von Mitgliedern des Bundes der Vertriebenen und des gesamten Vorstandes des Bundes der Danziger stattgefunden. Das Kulturamt der Stadt Danzig und die Polnische-Deutsche Gesellschaft haben auf Anfrage des Kulturreferates eigens ein entsprechendes Programm zur Studienreise ausgearbeitet, welches Stadt- und Museumsführungen beinhaltete. Ein Highlight der Reise war ein Ehrenempfang für alle Mitreisenden mit der Generalkonsulin Cornelia Pieper sowie ein weiterer Empfang im Büro der Stadtpräsidentin Danzigs, Aleksandra Dulkiewicz.

Auch die Besichtigung der Marienburg, das größte und beeindruckendste Backsteinschloss der Welt, stand auf dem Reiseprogramm. Im Anschluss fand ein Treffen im Technischen Gymnasium Malbork zu Gesprächen für zukünftige Kooperationen mit dem Kulturreferat, dem Förderverein Kulturgut Franziskanerkloster Warendorf und lokalen Schulen in Warendorf statt.

Die letzten Tage besuchte die Reisegruppe die Kathedrale in Oliwa bei Danzig mit ihrer imposanten Orgel und lauschte dabei dem Mittagskonzert. Ein Ausflug zum mondänen Ostseebad nach Zoppot, um am Strand sowie am Molo, dem längsten Holzsteg, zu flanieren , rundete den Tag ab. Am Abend vor der Rückreise genossen alle bei einem Abendessen nochmals „Danzig – die Königin der Ostsee“, wie die Stadt genannt wird.

Startseite