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Start der Bürgerbeteiligung für Gartenschau 2026

Das Beste noch besser machen

Warendorf

Eine Stunde voller Fakten. Das mussten die Teilnehmer der Youtube-Präsentation über Warendorfs Landesgartenschau-Bewerbung sacken lassen. Donnerstag gingen erste Ideen ein.

Von Jörg Pastoorund

Direkt im Kerngebiet der angestrebten Landesgartenschau 2026 wirbt die Stadt um Ideen. In den nächsten Tagen hängen an diesen Stellwänden auch Postkarten aus. Foto: Jörg Pastoor

Auch wenn es noch ganze vier Monate bis zur Abgabe der Bewerbung sind: Rebekka Löbbert möchte bei der Planung einer Landesgartenschau Warendorf 2026, wenn es denn eine gibt, schon jetzt an das „Danach“ denken. Die Projektleiterin des von der Stadt mit der Machbarkeitsstudie beauftragten Büros Förder Landschaftsarchitekten in Essen sagte das Mittwochabend wiederholt in der online abgehaltenen Eröffnung der Bürgerbeteiligung für einen zweiten Anlauf Warendorfs auf die Ausrichtung einer Gartenschau.

Drei Wochen Zeit für gute Ideen

Eine Stunde lang listete Löbbert nach einleitenden Worten von Pascalle Kaell und Andre Auer von der Stadtverwaltung und Bürgermeister Peter Horstmann auf, was den Mitarbeitern des Büros nach der Rad-Befahrung und internen Gesprächen im Rathaus zu den „enormen Qualitäten“ Warendorfs eingefallen ist.

Das bekannte Motto „Stadt - Land - Fluss – Geschichte erhalten, Zukunft gestalten“! verrät den Grundgedanken. Zu jenem nach Überzeugung von Rebecca Löbbert „unheimlich schönen Bestand“ an Warendorfer Besonderheiten gehören Altstadt, (Textil-)Industriegeschichte, die bis dahin in Teilen naturnah zurückgebaute Ems, die zentralen Plätze Lohwall und Linnenwiese, Emsseepark, Landgestüt und auch die Ortsteile. Sie sollen zum Beispiel durch zusätzliche Wege besser an die Kernstadt angebunden werden.

Das gilt besonders auch für das Landgestüt, das nach Vorstellung der Planer über die Brücke an der Quabbe eine direkte Fußverbindung an die Altstadt erhält. Die Querung Sassenberger Straße könne sicher eine Umgestaltung vertragen.

Projektleiterin Rebekka Löbbert

Ein eigener Punkt von insgesamt sieben mit eigenen Slogans versehenen Themenbereichen, mit denen sich die Gartenschau-Besucher befassen können sollen, ist die Altstadt. Die sie bisher noch unvollständig einfassende Promenade soll auf dem Brinkhausgelände zu einem Rundweg geschlossen werden, um den historischen Stadtkern so ohne Unterbrechung direkt erleben zu können (s. detaillierte Berichterstattung auf der dritten Lokalseite).

Der inklusive Emssee 37 Hektar große Kernbereich der Landesgartenschau soll Zwischen den Emsbrücken (mit dem westlichen Haupteingang), nördlichem Seeufer mit weiteren Eingängen, Emsüberlauf (Haupteingang Ost), Emsseepark exklusive Freibad und Brinkhausgelände liegen. Während es sich hier thematisch an verschiedenen Orten um die Erfahrbarkeit von Wasser, Textilindustrie und Natur allgemein dreht, ist immer wieder Platz zum Sehen, Erholen und Sich-Bewegen. Das gilt besonders für den erweiterten Bereich der renaturierten Ems im Westen und Osten samt Axtbach-Mündung. Diese Außenflächen, der sogenannte Ergänzungsbereich mit Rundwegen, macht zusammen sogar 160 Hektar aus. „Wir gehen aber schon davon aus, dass sich der Großteil der Besucher im Kernbereich bewegen wird“, schloss Rebekka Löbbert ab.

Kernbereich umfasst 37 Hektar

Die eigentlich bis 21 Uhr geplante Informationsveranstaltung endete Mittwochabend um Punkt 19.31 Uhr. Auf mehrfaches Nachhaken gab es aus dem begrenzt zugeschalteten, aus lokalen Akteuren bestehenden Publikum zunächst keine Nachfrage oder erste Anregungen. Das änderte sich am Donnerstagmorgen.

Dafür ist jetzt noch drei Wochen Zeit, darauf wies Pascalle Kaell hin. Am Donnerstag sollten die Postkarten geliefert werden, mit denen Ideengeber sich in den Dialog einmischen können. Via Mail geht es unter der Adresse landesgartenschau@warendorf.de, im Netz findet sich alles an bisherigen Fakten und auch der Mitschnitt der Präsentation von Mittwoch. Peter Horstmann lud alle ein, bei der Rezeptur der Landesgartenschau mitzumischen: „Beteiligen Sie sich“, so der Bürgermeister, „wir sind sehr gespannt auf alle Ideen!“

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