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Praktikum im Krankenhaus

Dem Traumberufein Stück näher

Warendorf

Die 15-jährige Schülerin Leonie Weitkamp hat für 14 Tage ein Praktikum im Joseph-Hospital absolviert. Ihr Traum ist es, später einmal Ärztin zu werden.

Von Felicia Schirk

Leonie Weitkamp ist zufrieden mit der Wahl ihres Praktikumsplatzes im Josephs-Hospital. Foto: Felicia Schirk

Leonie Weitkamp kennt sich aus auf der Station 2C des Joseph-Hospitals. Obwohl die 15-Jährige erst seit knapp zwei Wochen hier ist, führt sie sicher durch die verschiedenen Räume der Abteilung „Orthopädie, Hand- und Unfallchirurgie“ und erklärt ihre Aufgaben im stressigen Klinikalltag.

Im Rahmen des Berufsorientierungspraktikum der Einführungsphase im Mariengymnasium Warendorf hat sich die Schülerin dazu entschieden, vom 21. Juni bis zum 2. Juli in den Beruf einer Krankenpflegerin hineinzuschnuppern.

„Ich interessiere mich seit Jahren für den medizinischen Bereich und möchte später Medizin studieren. Deswegen war es für mich klar, dass ich den Pflegejob kennenlernen wollte“, erklärt Leonie Weitkamp.

Dadurch, dass sie sich schon lange beim Jugendrotkreuz in Freckenhorst engagiert, besaß sie schon vor dem Praktikumsbeginn grundlegende Kenntnisse der ersten Hilfe, die sie unter anderem beim Blutdruckmessen nutzen konnte. Doch sie hat in den vergangenen Tagen auch viel Neues über den Pflegealltag gelernt.

Leonie Weitkamp

„Mir war schon klar, dass es hier im Krankenhaus anstrengend wird, aber der Frühdienst erschöpft viel mehr, als ich gedacht hatte.“ Aufstehen müsse sie um 4.30 Uhr, damit sie pünktlich um 6 Uhr ins Krankenhaus komme, beschreibt die Schülerin. Ihr Alltag in der Klinik ist dann sehr abwechslungsreich. Vom Anziehen und Säubern der Patienten, die dabei Hilfe brauchen, über die Versorgung der Kranken mit frischem Wasser oder Botengänge zum Labor bis zu der Reinigung der Zimmer: Leonie Weitkamp hat viel zu tun und unterstützt die professionellen Pflegekräfte tatkräftig. Auch kleinere medizinische Untersuchungen darf sie vornehmen, sie misst beispielsweise Fieber und erkundigt sich nach Symptomen einer Corona-Infektion. Die meiste Zeit hält sie sich also in den Patienten-Zimmern auf.

Obwohl es sehr anstrengend sei, mache ihr das Praktikum viel Spaß, betont Leonie. „Ich bekomme hier sehr viele verschiedene Eindrücke, kann selbstständig arbeiten und bin viel mit Menschen zusammen. Außerdem ist das Team hier sehr nett.“ Dass ihr dieses enge Zusammenarbeiten mit anderen Menschen besonders liegt, hat die Schülerin im Krankenhaus für sich herausgefunden. „Ich habe jedoch auch gelernt, mit Patienten und auch mit schwerwiegenden Krankheiten umzugehen und im stressigen Klinikalltag den Überblick zu behalten“, resümiert Leonie Weitkamp. Dieses Wissen will sie nun nutzen, um ihrem Traumjob als Ärztin ein kleines Stück näher zu kommen.

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