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Warendorferin „zeigt Gesicht“

Der Mensch hinter der Uniform

Warendorf/Münster

Der Arbeitsalltag für Einsatzkräfte wird zunehmend schwieriger. Deshalb gibt es eine Ausstellung im Landeshaus des LWL in Münster, die diese Entwicklung zum Thema macht und auf einen respektvollen Umgang mit Berufsgruppen wie der Feuerwehr oder der Polizei hinweisen möchte. Auch Hülya Duran von der Polizeiwache Warendorf „zeigt Gesicht“ in dieser Ausstellung.

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Polizeikommissarin Hülya Duran und Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Ausstellungseröffnung: Beide unterstreichen das Statement für mehr Respekt, das die Ausstellung „Der Mensch dahinter“ im Landeshaus des LWL vermitteln soll. Foto: Kreis Warendorf

Hülya Duran von der Polizeiwache Warendorf ist ein Gesicht der Ausstellung „Der Mensch dahinter“, die zurzeit im Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster stattfindet. Das Ereignis in Kusel und die daraus resultierende Hetze im Internet zeigen, wie aktuell das Thema ist.

„Dass private Initiatoren sich zusammenschließen und mit dieser Ausstellung ein Statement für mehr Respekt gegenüber Menschen in Uniformen setzen, zeigt, wie schwierig der Alltag für Einsatzkräfte ist“, so Landrat Dr. Olaf Gericke bei der Ausstellungseröffnung.

Die private Initiative setzt sich zusammen aus Andrea Wommelsdorf, Burkard Knöpker, Charlotte Beck und Dr. Dirk Reinhardt. Ihre Ideen dahinter: „Vor dem Hintergrund der zunehmenden Übergriffe auf Beschäftigte bei Polizei, Feuerwehr und anderen in der Öffentlichkeit stehenden Berufsgruppen möchten wir mit diesem Projekt einen Beitrag zu einem respektvolleren Umgang in unserer Gesellschaft leisten. Unser Ziel ist, die Menschen zu zeigen, die sich hinter der Uniform verbergen. Wir halten es für wichtig, dass eine solche Initiative nicht nur von der Politik oder den betroffenen Berufsgruppen selbst gestartet wird, sondern aus der Mitte der Gesellschaft kommt, von engagierten Bürgerinnen und Bürgern“, beschreiben es die Initiatoren auf der Homepage ihres Projektes. Zugleich werben sie für eine breite Unterstützung ihrer Initiative.

Initiatoren der Ausstellung werben um Unterstützung.

Der Landrat erläutert im Hinblick auf die Arbeit der Polizei: „Sie müssen jederzeit mit Beleidigungen, Bedrohungen oder Angriffen bei Hilfeleistungen oder in Einsatzsituationen rechnen.“

Hülya Duran gibt im Ausstellungsbeitrag einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Berufsalltag. „Jeder Tag ist anders, und deshalb liebe ich meinen Beruf“, so die junge Polizeikommissarin. „Aber ich wünsche mir, dass uns die Mitbürger als Menschen sehen, deren Kinder froh sind, wenn Mama und Papa heile nach Hause kommen.“ Neben ihrem Beruf spielt das Ehrenamt eine große Rolle für Hülya Duran. Vor der Pandemie hat sie sich dem münsterischen Projekt „Farid‘s Qualifighting“ gewidmet. Aktuell verfolgt sie die Idee eines Bildungsprojekts für Frauen und Mädchen, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft und Religion, um ihre Kenntnisse und Fähigkeiten weiterzugeben.

Ausstellung wandert durch Münsterlandkreise.

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Februar im Landeshaus des LWL, Freiherr-vom-Stein-Platz 1 in Münster, zu sehen, die anschließend durch weitere Münsterlandkreise wandert.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, es gelten die jeweils aktuellen Corona-Regeln. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr sowie Freitag von 9 bis 14 Uhr.

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